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Guave

 

Synonyme: Guayave, Guajave, Guayaba

botanisch: Psidium guajava

englisch: guava


Guave

 

Guaven stammen wahrscheinlich aus dem Raum des südlichen Mexiko, von wo aus sie durch Vögel, Tiere und auch Menschen im gesamten mittelamerikanischen Raum und in der Karibik verbreitet wurden. Im Laufe des 19. Jahrhunderts wurden sie auch nach Nordafrika, den Nahen Osten, die französische Mittelmeerküste und bis nach Indien verbreitet.

Guaven werden heute vor allem in Südamerika, Indien, Mexiko, den USA (Hawaii und südliches Florida) und Malaysien angebaut und kommen in vielen, klimatisch günstigen Gebieten der Welt auch wildwachsend vor.

Verfügbarkeit


Guaven sind ganzjährig bei uns erhältlich, die importierte Menge ist jedoch insgesamt gering, weil die Früchte sehr druckempfindlich und somit schlecht zu transportieren sind.

Zwischen Februar und Mai kommen Guaven aus mittel- und südamerikanischen Anbaugebieten, von September bis November werden kleinere Mengen auch aus Israel und Kalifornien angeboten.

Aussehen, Geschmack, Charakteristika


Guaven sind rundliche, birnenförmige Früchte, die 30-100 g wiegen können. Die wachsartige Schale der Früchte ist hellgrün oder gelb, manchmal mit einem Hauch von Rosa oder Weiß. Ihr saftiges, festes Fruchtfleisch kann je nach Sorte grünlich-weiß, gelb, rosa oder lachsrot gefärbt sein. Es ist in 4-5 Kammern unterteilt. Hier befinden sich - je nach Sorte - viele oder wenige scharfkantige Kerne, die bedenkenlos mitgegessen werden können. Sie sollten sie allerdings nicht kauen. Der Geschmack der Guave ist pikant süß-säuerlich und erinnert an eine Mischung aus Birnen, Quitten und Feigen.

Eine Sorte sind die Erdbeer-Guaven (psidium cattleianum), die aus Brasilien stammen und sowohl in Südamerika als auch in Afrika, China und Indien verbreitet sind. Zwei verschiedene Sorten der Erdbeer-Guaven sind erhältlich, gelbe und dunkelrote. Sie sind mit knapp 2,5-4 cm Durchmesser wesentlich kleiner als die Guaven.

Inhaltsstoffe


Guaven haben im Vergleich zu anderen exotischen Früchten einen recht hohen Vitamin-C-Gehalt. Außerdem sind sie sind ballaststoffreich.

100 g enthalten

 
Guave, frisch
Energie (kcal)
55
Wasser (g)
80
Eiweiß (g)
1
Fett (g)
1
Kohlenhydrate (g)
11
Ballaststoffe (g)
6
Vitamin C (mg)
37
Vitamin A (RÄ) (µg)
9
Folsäure (µg)
30
Kalium (mg)
232
Natrium (mg)
37
Calcium (mg)
21
Magnesium (mg)
17
Eisen (mg)
0,2


Qualitätskriterien, optimale Lagerungsbedingungen


Guaven verderben sehr schnell. Die Früchte müssen deswegen noch unreif geerntet werden. Leider schmecken nachgereifte Guaven nicht so gut wie reif geerntete. Unreife Früchte sollten Sie nicht verzehren. Sie schmecken gummiartig und wirken im Mund zusammenziehend ("adstringierend"). Lassen Sie unreife Guaven bei Zimmertemperatur nachreifen. Wenn die Guave intensiv duftet, ist dies ein Zeichen für Reife. Weiter sind eine glatte Haut ohne welke Stellen und ein Nachgeben auf sanften Fingerdruck gute Zeichen. Weist eine Guave diese Charakteristika auf, sollte man sie möglichst schnell verzehren.

Verzehrform, Verwendung, Weiterverarbeitung, praktische Zubereitungstipps


Guaven eignen sich für den Frischverzehr. Sie können die Schale dünn abschneiden und dann, wie in einen Apfel, hineinbeißen. Gut geeignet ist diese Frucht für die Zubereitung von Süßspeisen wie Cremes oder Sorbets. Darüber hinaus kann sie als Kuchenbelag oder im Obstsalat verwendet werden. Ein Großteil der Guavenernte wird direkt in den Anbauländern verarbeitet. Es entstehen Konserven, Sirup, Fruchtpasten, alkoholische Getränke und Chutneys. Besondere Bedeutung hat der Guavensaft, da er zu den aromatischsten Säften überhaupt zählt. Bei uns wird die Guave als Geschmacksgeber in Joghurts und anderen Milchprodukten eingesetzt.

 

 

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  Dieser Artikel wurde verfasst von

         

 


 

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