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Holunderbeere

 

Synonyme: Schwarze Holunderbeere, Holder, Hollerbeere, Fliederbeere

botanisch: Sambucus nigra

englisch: elderberry


Holunderbeere

 

Heimisch ist der schwarze Holunder in Europa, Westasien und Nordafrika. Bei uns findet man ihn wildwachsend an Ufern und Waldrändern oder angepflanzt in Gärten. Seit einigen Jahren gewinnt jedoch auch der erwerbsmäßige Anbau von Holunder an Bedeutung, dieser ist jedoch fast ausschließlich für die Industrie bestimmt.

Verfügbarkeit


Holunder erntet man von August bis Oktober. Im regulären Obsthandel ist Holunder nicht zu bekommen. Man findet ihn ab und zu auf Märkten oder bei Direktanbietern. Meist wird er selbst gepflückt.

Aussehen, Geschmack, Charakteristika


Die kleinen, runden violetten bis schwarzen Beeren hängen an einer handgroßen Dolde mit dunkelroten oder grünen Stielen. Geschmacklich sind die Beeren herb, manchmal etwas bitter, manchmal eher süßer.

Inhaltsstoffe


Holunderbeeren enthalten die zu den sekundären Pflanzenstoffen gehörenden Anthozyane, die für die blaue bis violette Schalenfarbe sorgen.

100 g enthalten

 
Holunderbeere, frisch
Energie (kcal)
48
Wasser (g)
84
Eiweiß (g)
3
Fett (g)
1
Kohlenhydrate (g)
7
Ballaststoffe (g)
4
Vitamin C (mg)
18
Vitamin A (RÄ) (µg)
60
Folsäure (µg)
17
Kalium (mg)
303
Natrium (mg)
1
Calcium (mg)
37
Magnesium (mg)
30
Eisen (mg)
1,6


Fremdstoffe


Wie für alle Wildfrüchte, so gilt auch beim Holunder: Sammeln Sie ihn nicht in der Nähe von stark befahrenen Straßen, da er dort Schmutz und Abgasen besonders ausgesetzt ist.

Qualitätskriterien, optimale Lagerungsbedingungen


Gut aufbewahren lassen sich Holunderbeeren nicht. Sie können maximal einen Tag im Kühlschrank verwahrt werden, am besten Sie decken sie mit Frischhaltefolie ab. Einfrieren ist kein Problem, gut geeignet sind dafür Kunststoffbehälter.

Verzehrform, Verwendung, Weiterverarbeitung, praktische Zubereitungstipps


Der Rohverzehr der Beeren ist unüblich. Zum Teil wird sogar vor dem Rohverzehr gewarnt, da unreife Beeren Sambunigrin enthalten. Dieser Stoff führt unter Umständen zu Übelkeit und Brechreiz.

Die vielfältigen Zubereitungsmöglichkeiten machen den Holunder zu einer besonderen Frucht. Bevor Sie mit der Verarbeitung der empfindlichen Früchte beginnen, schwenken Sie die Holunderbeerendolden vorsichtig in einer Schüssel mit kaltem Wasser, um sie zu säubern und lassen sie in einem Sieb abtropfen.

Um die einzelnen Beeren zu gewinnen, zupfen Sie sie vorsichtig von den Stielen herunter oder streifen sie mit einer Gabel ab. Dann steht der Verarbeitung nichts mehr im Wege. Sie können die Beeren zu Marmelade, Mus, Gelee oder Kompott verarbeiten. Kaltschalen, Soßen und Saft sind ebenfalls beliebte Holunderbeerenprodukte.

Auch alkoholische Getränke wie Likör, Punsch oder Wein lassen sich herstellen. Zum Backen sind die kleinen, dunklen Beeren bestens geeignet. Da Holunderbeerensaft eine sehr intensive Farbe aufweist wird er industriell als Färbemittel eingesetzt. Er verleiht einigen Süßigkeiten oder Getränken ihre Farbe.

Selbst die Blüten sind zum Verzehr geeignet. Man kann sie in Backteig tauchen und dann frittieren. Getrocknete Blüten eignen sich zur Zubereitung von Tee.

Würztipp


Ingwer, Kardamon, Nelken, Vanille oder Zimt passen gut zu Holunder.

 

 

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  Dieser Artikel wurde verfasst von

         

 


 

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