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Kaktusfeige

 

Synonyme: Kaktusfrucht, Kaktusbirne, Feigen-Opuntie, Indische Feige, Stachelfeige, Stachelbirne, Distelfeige

botanisch: Opuntia ficus-indica

englisch: prickly pear, indian fig, cactus pear


Kaktusfeige

 

Die Heimat der Kaktusfeige ist wahrscheinlich Mexiko und das tropische Amerika. Mexiko ist auch heute noch das Hauptanbaugebiet. Daneben werden Kaktusfeigen in allen Trockengebieten der Tropen und Subtropen angebaut. Im 16. Jahrhundert brachten spanische Seefahrer die Kakteenart in den Mittelmeerraum, wo sie heute noch oft in verwilderten Formen vorkommt.

Verfügbarkeit

Kaktusfeigen sind nahezu ganzjährig bei uns erhältlich.

Die europäische Hauptsaison der Kaktusfeigen liegt in den Monaten September bis November mit Lieferungen vorwiegend aus Italien, Spanien und Israel. In den Monaten von Dezember bis April stammen die Kaktusfeigen meist aus südafrikanischem oder mittelamerikanischem Anbau, wo sie ganzjährig geerntet werden können.

Aussehen, Geschmack, Charakteristika

Die Kaktusfeigen haben eine Größe von 4-10 cm und eine ovale Form. Die Schale ist gelb, rötlich oder braun. Auf der Schale befinden sich warzenförmige Erhebungen, auf denen kleine Stacheln sitzen. Das Fruchtfleisch ist gelb oder rot, sehr saftig und von vielen kleinen schwarzen Samen durchzogen. Kaktusfeigen schmecken süß-säuerlich und sehr erfrischend.

Inhaltsstoffe

Kaktusfeigen sind ballaststoffreich und reich an Vitamin C.

100 g essbarer Anteil enthalten:


Kaktusfeige, frisch
Energie (kcal)
36
Wasser (g)
86,1
Eiweiß (g)
1
Fett (g)
0,4
Kohlenhydrate (g)
7,1
Ballaststoffe (g)
5
Vitamin A (RÄ) (µg)
9,2
Vitamin B1 (µg)
18
Vitamin B2 (µg)
30
Vitamin C (mg)
23
Kalium (mg)
90
Calcium (mg)
28
Phosphor (mg)
27
Eisen (mg)
0,3


Qualitätskriterien, optimale Lagerungsbedingungen

Wichtig ist, dass die Kaktusfeige sorgfältig gepflückt wird. Entweder sie muss behutsam abgedreht oder unter Beibehaltung eines Stück Sprosses abgeschnitten werden. Kaktusfeigen dürfen nicht zu früh geerntet werden, da ihre Süße nach der Ernte nicht mehr zunimmt.

Ist die Schale gelb, rötlich oder braun, so ist dies ein Zeichen für Reife. Grüne Früchte sind unreif.

Verzehrform, Verwendung, Weiterverarbeitung, praktische Zubereitungstipps

Ein großes Problem bei dem Verzehr von Kaktusfeigen sind die Stacheln. Obwohl sie bereits vor der Vermarktung maschinell entfernt werden, können doch einige fast unsichtbare Stacheln auf der Schale verbleiben. Daher sollten Sie Kaktusfeigen vor dem Verzehr - mit Handschuhen oder in ein Tuch eingewickelt - unter fließend kaltem Wasser sorgfältig abbürsten. Am besten Sie benutzen im Umgang mit Kaktusfeigen immer Küchenhandschuhe.

Um an das Fruchtfleisch zu gelangen, halbiert man die Früchte der Länge nach und löffelt sie aus. Eine andere Möglichkeit ist es, das obere und untere Ende der Frucht abzuschneiden, die Schale mit einem Messer einzuritzen und dann nach und nach abzuziehen.

Die Kerne können mitgegessen werden.

Kaktusfeigen schmecken am besten, wenn Sie die Früchte vorher gut kühlen und das Fruchtfleisch mit Zitronen- oder Limettensaft beträufeln. Auch Zucker, Zimt, Ingwerpulver oder Sahne schmecken zu dieser Frucht.

Das Fruchtfleisch der Kaktusfeige passt nicht nur zu Obstsalaten, sondern auch zu pikanten Salaten mit Geflügel oder Schinken. Weiter können Süßspeisen, Konfitüre oder Sirup aus dem Fruchtfleisch der Kaktusfeige hergestellt werden.

Sonstiges

– Der Genuss von Kaktusfeigen kann den Urin rot färben. Dies ist jedoch gesundheitlich vollkommen unbedenklich und geht rasch vorbei.
– Manche Menschen verspüren beim Verzehr der Kaktusfeige ein leichtes Brennen auf der Zunge und den Mundschleimhäuten. Winzige Oxalatkristalle im Fruchtfleisch sind Schuld daran. Gesundheitlich ist dies völlig unbedenklich.

 

 

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  Dieser Artikel wurde verfasst von

         

 


 

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