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Kulturheidelbeere

 

Synonyme: Gartenheidelbeere, Weißblühende Heidelbeere, Nordische Hochbuschbeere, Wortelbeere

botanisch: Vaccinium corymbosum

englisch: blueberry, garden huckleberry


Kulturheidelbeere

 

Die Kulturheidelbeere ist eine eigene Züchtung. Als Grundlage dienten Anfang des 20. Jahrhunderts verschiedene Arten der Waldheidelbeeren Nordamerikas, darunter niedrig wachsende, klimatisch widerstandsfähige Pflanzen und hohe Sträucher, die man leicht abernten kann. Die wichtigste Rolle spielten jedoch Arten mit besonders dicken Beeren.

Heute wird die Kulturheidelbeere auch in vielen Ländern Europas angebaut. In Deutschland, dem wichtigsten Importland, erfolgt der Anbau seit Anfang der 1930er Jahre, hier vor allem in der Lüneburger Heide.

Verfügbarkeit

Die Erntezeit für Kulturheidelbeeren ist von Mitte Juli bis Mitte September. Zeitgleich werden Kulturheidelbeeren aus den Nachbarländern, vor allem aus den Niederlanden importiert. Die im Winterhalbjahr erhältlichen Beeren stammen hauptsächlich aus Neuseeland, Australien, Chile und Südafrika.

Aussehen, Geschmack, Charakteristika

Ein wesentlicher Unterschied der Kulturheidelbeeren zu den Waldheidelbeeren sind die hohen kräftigen Sträucher (bis zu 2 m), an denen sie wachsen. Sie erleichtern die Ernte erheblich. Aber auch die Größe der Beeren unterscheidet sich. Die wesentlich größeren Kulturheidelbeeren wirken durch den weißen "Reif" auf der festen Schale heller. Fruchtfleisch und Saft der Kulturheidelbeere sind farblos. Erst beim Kochen tritt Farbstoff aus der Schale aus. Angenehm ist der geringe Kernanteil der Kulturheidelbeeren. Gegenüber den aromatischen Waldheidelbeeren sind sie jedoch geschmacklich weit weniger aromatisch.

Inhaltsstoffe

Kulturheidelbeeren enthalten die zu den sekundären Pflanzenstoffen gehörenden Anthozyane, die für die blaue bis violette Schalenfarbe sorgen.

Qualitätskriterien, optimale Lagerungsbedingungen

Kulturheidelbeeren sind aufgrund ihrer festen Schale besser haltbar und transportfähiger als Waldheidelbeeren. Frische Beeren halten sich im Kühlschrank 1 Woche. Kulturheidelbeeren können problemlos eingefroren werden.

Verzehrform, Verwendung, Weiterverarbeitung, praktische Zubereitungstipps

Kulturheidelbeeren werden gerne roh verzehrt. Dazu passen Sahne, Jogurt, Milch oder Quark.

Die Beeren müssen vor dem Verzehr gründlich verlesen werden. Waschen Sie die Früchte am besten in einer Schüssel mit stehendem Wasser, so können oben schwimmende Fremdkörper z.B. Stiele leicht entfernt werden.

Besonders beliebt sind Kulturheidelbeeren als Kuchenbelag oder eingebacken, z.B. in Blueberry-Muffins. Kulturheidelbeeren eignen sich sehr gut für die Zubereitung von Konfitüre und Gelee. Denn sie sind süßer als Waldheidelbeeren und ihr Saft ist gut gelierfähig. Darüber hinaus können Sie aus Heidelbeeren leckeres Kompott oder Saft herstellen. Auch die Industrie weiß Heidelbeeren zu schätzen. Neben der Herstellung von Heidelbeeresaft, -wein oder -likör, findet man sie oft als Zusatz in Joghurts, Frühstückscerealien, Eis und Milchshakes.

Zur Aufbewahrung im Kühlschrank breiten Sie die Beeren am besten auf einem Tablett aus und decken sie mit Folie ab.

Das Einfrieren im Haushalt klappt am besten, wenn Sie die Beeren erst auf einem Tablett vorfrieren und sie dann in Gefrierbeutel oder Dosen verpacken.

Würztipp

Zucker, Honig, Vanille, Zimt, Nelken oder Kardamon schmecken gut zur Kulturheidelbeere.

 

 

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