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Zimt

 

Synonyme: Ceylon-Zimt, Kaneel, Echter Zimt, Ceyloncanehl

botanisch: Cinnamomum verum oder Synonym: Cinnamomum zeylanicum

englisch: cinnamon


Zimt

 

In Europa ist echter Ceylon-Zimt der gebräuchlichste. Es wird auch die Rinde anderer Cinnamomum-Arten zum Würzen genutzt. Die Heimat des Zimtbaumes ist Sri Lanka und Südindien. In China ist das Gewürz vermutlich schon seit knapp 5.000 Jahren bekannt. Auch im alten Rom wurde Zimt zum belieben Würzmittel.

Zu den Hauptlieferanten gehören heute neben Sri Lanka auch Indonesien, Madagaskar, China und Brasilien.

Verfügbarkeit


Zimt wird ganzjährig als ganze Stangen oder gemahlen angeboten.

Aussehen, Geschmack, Charakteristika


Der immergrüne Zimtbaum wird 6 bis 12 m hoch und gehört botanisch zur Familie der Lorbeerbäume. Die Laubblätter des Baumes sind länglich bis oval, ganzrandig und 10 bis 20 cm lang, ihre Farbe ist zuerst rötlich, später grün. In Zimtgärten werden die Bäume meist auf etwa 3 m zurückgeschnitten.

Das Gewürz wird aus der Baumrinde junger Zweige hergestellt. Hierfür werden mehrere Rinden zu Rollen übereinander gelegt oder mit kleineren Rindenstücken gefüllt und getrocknet. Beim Trocknen erhält die Zimtrinde ihre typische gelb-braune Farbe. Die feine Rinde rollt sich von selbst nach beiden Seiten zusammen.

Es gibt verschiedene Angaben zur Herstellung, teilweise werden die Rinden vor dem Trocknen fermentiert, ebenso variiert die Anzahl der Schichten in einer Zimtrolle. Die Stücke werden auf eine Länge von ca. 10 cm geschnitten.

Zimt besitzt ein angenehm süß-würziges, balsamartiges Aroma mit einer leichten Note nach Gewürznelken. Er schmeckt süß, würzig, brennend und leicht herb. Die ganzen Stangen entfalten ihr Aroma erst, wenn man sie zerbricht oder in Flüssigkeit kocht.

Inhaltsstoffe


Zimt enthält 2 - 4 % ätherische Öle, die Hauptkomponente ist Zimtaldehyd mit 40 bis 80 %. Außerdem sind u. a. Eugenol, Zimtsäure und Zimtalkohol enthalten, auch Linalool und Safrol kommen im Öl vor.

Das Gewürz enthält Schleimstoffe, Zuckeralkohol und bis zu 10 % Stärke.

Qualitätskriterien, optimale Lagerungsbedingungen


Dünne, helle Zimtrinden gelten qualitativ am hochwertigsten. Je dünner die Rinde ist, desto besser und feiner ist in der Regel das Aroma.

Zimtstangen bleiben trocken und vor Licht geschützt im luftdicht verschlossenen Behälter mehrere Jahre aromatisch. Das gemahlene Pulver dagegen verliert schnell sein Aroma.

Vermutliche gesundheitliche Wirkung


Zimt regt durch seinen aromatischen Geschmack vermutlich die Produktion von Verdauungssäften an und gilt als appetitanregend und verdauungsfördernd. Er wird bei krampfartigen Verdauungsbeschwerden, Blähungen und Völlegefühl meist in Form von Tinktur empfohlen.

Allerdings sollten vor einer solchen Anwendung das Vorhandensein von Magen- und Darmgeschwüre ausgeschlossen werden. Auch Schwangere sollten Zimt nicht als Tinktur und über die gewürzübliche Dosis hinaus einnehmen.

In der Volksmedizin wird Zimt außerdem zur Behandlung von Durchfällen, Menstruationsbeschwerden und Erkältungskrankheiten verwendet.

Verzehrform, Verwendung, Weiterverarbeitung, praktische Zubereitungstipps


Zimt kommt gemahlen oder als Stangenzimt in den Handel.

Bei uns dient er vor allem als Küchengewürz für Süßspeisen, wie Milchreis, Pudding und Speiseeis und Kompott. Besonders mit Äpfeln, Birnen, Orangen, Pflaumen und Bananen werden bei uns gerne mit Zimt verfeinert.

Ebenso werden viele süße Backwaren mit Zimt gewürzt: Zimtschnecken, Apfelkuchen, Weihnachtsgebäck und vieles mehr.

Aber auch pikante Gerichte werden mit Zimt abgeschmeckt. Soßen, Füllungen von Geflügel, Rotkohl, Gemüsepuffer, Fisch- und Fleischgerichte schmecken gut mit einer Prise Zimt. Hier sollte er allerdings sparsamer verwendet werden, als in süßen Gerichten. Bei Kochgerichten kann man ein Stück Rinde 10 Minuten mitgaren und vor dem Servieren aus dem Essen entfernen.

In der orientalischen und indischen Küche wird Zimt oft zum Würzen salziger Speisen genutzt. Vor allem Eintöpfe, Fleischgerichte, Currys und Gemüse werden mit Zimt verfeinert. In Südamerika ist Zimttee beliebt und in Mexiko dient er zum Aromatisieren von Kaffee und Schokoladengetränken.

In der Lebensmittelindustrie wird Schokolade und Konfekt mit Zimtöl hergestellt und auch Getränke werden mit diesem Gewürz aromatisiert, denkt man an Likör, Coca-Cola oder heiße Trinkschokolade, Punsch und Glühwein.

Würztipp


Zimt harmoniert mit Gewürznelken, Vanille, Koriander und Muskat, er passt aber auch zu Ingwer, Kardamom, Kümmel oder Kurkuma.

 

 

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