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Marone

 

Synonyme: Esskastanie, Echte Kastanie, Edelkastanie, Käste, Keste, Kösten, Marone

botanisch: Castanea sativa

englisch: sweet chestnut / marron


Marone

 

Ursprünglich kommen Esskastanien aus dem Schwarzmeergebiet. Heute werden die Kastanien hauptsächlich in Asien, hier besonders in China angebaut. Sie wachsen aber auch in den milderen Gebieten Europas und in Nordamerika.

Die bei uns erhältlichen Esskastanien kommen zum größten Teil aus Italien. In Deutschland findet man Esskastanien in klimatisch günstigen Bereichen wie am Bodensee oder in der Pfalz.

 

Verfügbarkeit


Esskastanien werden von Mitte September bis November geerntet, abhängig vom Anbaugebiet und der Sorte. Sie werden dementsprechend von September bis Februar angeboten, manchmal bekommt man sie auch noch im März.

Aussehen, Geschmack, Charakteristika


Esskastanien gehören botanisch zu den "echten" Nüssen. Die Bäume, an denen diese Früchte wachsen, werden bis zu 30 m hoch. In stacheligen Fruchthüllen wachsen sie paarweise oder zu dritt heran. Wenn die Esskastanien reif sind, platzen die Hüllen auf und geben die Früchte frei. Dann kommen die oval oder herzförmigen, bräunlich farbigen Nüsse zum Vorschein.

Die Esskastanie läuft an einem Ende spitz zu, am stumpfen Ende hat die Schale einen großen hellen Fleck, das auch als "Auge" bezeichnet wird.

Das weiss-gelbliche Fruchtfleisch ist von einer dünnen braunen Haut umgeben und schmeckt wenn es roh ist mehlig und ist sehr fest. Erst nach dem Rösten oder Kochen ist das leisch angenehm süß und weich.

Mit der an Straßen oder in Parks wachsenden Rosskastanie ist die Esskastanie übrigens nicht verwandt.

Esskastanien kann man in drei Gruppen unterteilen:

1. Kastanien: sie sind rundlich und kleiner als Maronen. Die Schale ist meist dunkel und lässt sich nur schwer vom Fruchtfleisch lösen. Kastanien sind nicht so lagerfähig

2. Maronen: sie sind eher eiförmig, leicht abgeflacht und besitzen eine hellbraune Schale, die sich leicht vom Kerne schälen lässt. Das sogenannte "Auge" ist nicht rund, sondern fast rechteckig. Sie sind haltbarer und etwas schmackhafter als Kastanien.

3. Dauermaronen: müssen gepflückt werden, weil sie lange am Baum hängen. Sie werden erst Ende November geerntet.

Inhaltsstoffe


Esskastanien sind sehr ballaststoffreich und enthalten im Verhältnis zu vielen anderen Schalenobstsorten relativ wenig Fett, daher sind sie nicht so kalorienreich wie andere Nüsse. Weiterhin enthalten sie sehr wenig Eiweiß und viele Kohlenhydrate. In der rohen Frucht ist der Stärkeanteil sehr hoch, das macht sie mehlig und hart. Beim Rösten oder Kochen wird die Stärke in Zucker umgewandelt. Außerdem entweicht bei der trockenen Erhitzung Wasser. So wird der Energiegehalt  von gerösteten Maronen höher, als der der frischen Nüsse.

 

 

100 g enthalten:

 
Esskastanie, frisch
Esskastanie, geröstet
Energie (kcal)
173
239
Wasser (g)
50
45
Eiweiß (g)
3
2
Fett (g)
2
11
Kohlenhydrate (g)
36
33
Ballaststoffe (g)
8
8
Vitamin A (RÄ) (µg)
4
4
Vitamin E (mg)
1,2
2,9
Vitamin B6 (mg)
0,3
0,2
Folsäure (µg)
62
28
Vitamin C (mg)
27
12
Kalium (mg)
600
551
Natrium (mg)
4
4
Calcium (mg)
35
32
Magnesium (mg)
40
36
Eisen (mg)
1,0
0,9


Qualitätskriterien, optimale Lagerungsbedingungen


Achten Sie beim Einkaufen auf schwere, feste Früchte mit einer glänzenden, glatten Schale. Weil sie nicht so lange haltbar sind, werden sie im Handel nicht wie Nüsse, sondern wie frische Früchte gehandhabt.

Bei Raumtemperatur können Esskastanien nur wenige Tage aufbewahrt werden, sie müssen durch trockene, kühle Lagerung vor dem Verderben und Auskeimen geschützt werden. Im Kühlschrank halten sie sich wesentlich länger und bei 0 °C sind sie mehrere Wochen lagerfähig.

Geschälte oder gekochte Esskastanien sollten sie möglichst rasch verzehren, sie eignen sich auch gut zum Einfrieren.

Verzehrform, Verwendung, Weiterverarbeitung, praktische Zubereitungstipps


Esskastanien sind die einzigen Nüsse, die nicht roh verzehrt werden können. Besonders beliebt sind sie als geröstete Knabberei, die man im Winter oder auf dem Weihnachtsmarkt an Straßenständen kaufen kann.

Hierfür wird die Schale der frischen Esskastanien mit einem spitzen Messer kreuzweise eingeritzt, dann springt die Schale beim Rösten auf, so dass das süßliche Fruchtfleisch leicht verzehrt werden kann.

Darüber hinaus ist die Esskastanie eine beliebte Füllung oder Beilage zu Wild- und Geflügelbraten, besonders zur Gans. Entweder man röstet die Früchte hierfür im Backofen oder man kocht sie etwa fünf Minuten. Danach lässt sich die Schale gut entfernen. Sie schmecken gekocht, gedämpft oder geschmort auch in Suppen oder Salaten.

Süß zubereitet z.B. kandiert, eignen sie sich als Nachspeise.

In südlichen Ländern ist es sogar üblich aus Esskastanien Mehl zu gewinnen und daraus Brot, Kuchen oder andere Backwaren herzustellen. In Italien und Frankreich werden sie anstelle von Gemüsebeilagen oder Kartoffeln gereicht.

Sonstiges


Ihren Namen verdankt die Esskastanie wohl der Stadt Kastana am Schwarzen Meer in Kleinasien.

 

 

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  Dieser Artikel wurde verfasst von

         

 


 

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