Produkte A-Z

 

Pomeranze

 

Synonyme: Bitterorange, Sauerorange, Sevilla-Orange

botanisch: Citrus aurantium

englisch: sour orange, seville orange

 

Die Pomeranze kennt man schon lange. Sie gilt als die "Urmutter" der süßen Orangen. Ursprünglich kommt sie aus Südostchina und Nordostindien, wo sie schon 2500 v. Chr. kultiviert wurde. 1000 n. Chr. brachten die Araber die Pomeranze nach Europa. Vor allem im spanischen Sevilla wurde und wird sie immer noch in großen Mengen angebaut. Sie war dort die erste Zitrusfrucht und lange auch die Einzige.

Verfügbarkeit


Auf dem Frischmarkt wird sie nur selten angeboten. Im Januar und Februar gibt es vereinzelt frische Pomeranzen auf unseren Märkten zu kaufen.

Aussehen, Geschmack, Charakteristika


Pomeranzen sind kugelig-rund oder beidseitig leicht abgeflacht. Sie sehen mit ihrer rauen, mehr oder weniger höckerigen, orangen bis rötlichen Schale den Apfelsinen sehr ähnlich. Eine Besonderheit sind die tiefeingesenkten Öldrüsen der aromatisch-bitteren Schale, der die Bitterorange ihren Namen verdankt. Darunter befindet sich das orangene, segmentierte Fruchtfleisch. Es kann viele Kerne enthalten und schmeckt sehr sauer. Zum unmittelbaren Verzehr ist die Pomeranze daher nicht geeignet. In der Mitte der Frucht ist ein Hohlraum.

Inhaltsstoffe


Pomeranzen enthalten die sekundären Pflanzenstoffe Neohesperidin und Naringin, beides Flavonoide. Vor allem das Neohesperidin sorgt für das bittere Aroma der Schale.

Verzehrform, Verwendung, Weiterverarbeitung, praktische Zubereitungstipps


Wie schon erwähnt ist die Pomeranze nicht zum Rohverzehr geeignet. Dagegen spielt sie in der Verarbeitungsindustrie eine große Rolle. Besonders in Großbritannien ist Marmelade aus Pomeranzen, aufgrund ihres bitteren Aromas, sehr beliebt. Weiterhin dient die Frucht zur Zubereitung von Likören (Grand Manier, Cointreau) und Limonaden. Die Backzutat Orangeat wird aus kandierten Pomeranzen gewonnen. Aus der Schale, den Blüten und auch aus den Trieben wird Öl gewonnen, das in der Kosmetik- und Parfümindustrie verwendet wird.

 

 

_________________________

 

  Dieser Artikel wurde verfasst von

         

 


 

  Mit der Seite www.die-gruene-speisekammer.de bietet die Fritz Terfloth Stiftung Münster Verbrauchern unabhängige und fundierte Informationen zu pflanzlichen Lebensmitteln und deren Gesundheitswirkungen. Sämtliche Texte unterliegen dem deutschen Urheberrecht. Unter welchen Voraussetzungen sie die Texte verwenden dürfen, erfahren Sie hier.


Auf Ihrem System scheint kein FlashPlayer installiert zu sein oder es ist
ein Update des Players notwendig. Sie können den Player hier herunterladen: