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Sanddorn

 

Synonyme: Sandkreuzdorn, Seekreuzdorn, Sandbeeren, Fasanbeere, Haffdorn

botanisch: Hippophae rhamnoides

englisch: sea buckthorn berry


Sanddorn

 

Sanddorn ist eine anspruchslose Pflanze und wächst vor allem in Küstenregionen und im Gebirge wild. 1971 begann man in Deutschland einige Züchtungsversuche mit Sanddorn. Erwerbsmäßig baut man die Frucht vor allem für die industrielle Verwendung an.

Verfügbarkeit


Im normalen Obsthandel kann man Sanddorn nur selten kaufen. Sporadisch erhält man ihn zwischen August und Oktober auf Wochenmärken oder bei Direktverkäufern. Es handelt sich dabei dann um von Hand aus wilden Beständen gepflückte Beeren. Als Zierpflanze ist Sanddorn im Blumengeschäft erhältlich.

Aussehen, Geschmack, Charakteristika


Sanddornbeeren sind orange bis rot gefärbte, kleine, erbsengroße Beeren. Sie schmecken intensiv säuerlich und herb.

Inhaltsstoffe


Sanddornbeeren sind außerordentlich Vitamin-C-reich. 100 g rohe Sanddornbeeren enthalten mehr als den vierfachen Tagesbedarf an diesem wichtigen Vitamin. Ein charakteristisches Merkmal der Beeren ist der für Obst ungewöhnlich hohe Fettgehalt. An sekundären Pflanzenstoffen kommen Carotinoide und Phytosterine vor.

100 g enthalten

 
Sanddornbeere, frisch
Sanddornbeere, gegart
Energie (kcal)
94
98
Wasser (g)
81
81
Eiweiß (g)
1
2
Fett (g)
7
7
Kohlenhydrate (g)
5
5
Ballaststoffe (g)
3
3
Vitamin C (mg)
450
2711
Vitamin A (RÄ) (µg)
250
240
Folsäure (µg)
10
62
Kalium (mg)
133
116
Natrium (mg)
4
3
Calcium (mg)
42
45
Magnesium (mg)
30
32
Eisen (mg)

0,4

0,4

Anmerkung: Da es sich um Naturprodukte handelt und da die aufgeführten Informationen unterschiedlichen Quellen und daher verschiedenen Analysen entnommen sind, können Schwankungen bei den Nährwertangaben auftreten. Besonders die Mineralstoffe sind von natürlichen Schwankungen betroffen, da die Pflanze sie aus dem Boden aufnimmt, der selber unterschiedlich zusammengesetzt sein kann. Sein Mineralstoffgehalt ist zum  Beispiel durch Düngung beeinflussbar. Erklärungen zu den Fußnoten finden Sie hier.


Qualitätskriterien, optimale Lagerungsbedingungen


Weisen die Früchte schon eine blasse Farbe auf, so schmecken und riechen sie nicht mehr gut. In einer Kunststoffdose im Kühlschrank können Sie die Beeren etwa einen Tag aufbewahren. Einfrieren oder Trocknen ist gut möglich.

Verzehrform, Verwendung, Weiterverarbeitung, praktische Zubereitungstipps


Der Rohverzehr von Sanddorn ist eher unüblich. Um so beliebter sind die zahlreichen Verarbeitungsprodukte. Gelees, Konfitüren oder Sirup schmecken selbst zubereitet oder industriell gefertigt. Gerne mischt man Sanddorn mit Milchprodukten. Milchshakes, Sanddornjogurt oder Sanddorneis sind besonders im Sommer eine leckere Erfrischung.

Auch zum Backen eignet sich der Sanddorn. Die Industrie setzt Sanddorn vor allem zur Vitamin-C-Anreicherung verschiedener Produkte ein. Samen und Fruchtfleisch der Sanddornbeeren enthalten Öle, die in der Pharma- und Kosmetikindustrie eingesetzt werden.

Würztipp


Ingwer, Kardamon, Vanille, Nelken oder Zimt schmecken gut zu Sanddorn.

Sonstiges


Sanddorn steht unter Naturschutz.

 

 

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  Dieser Artikel wurde verfasst von

         

 


 

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