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Spinat

 

botanisch: Spinacia oleracea

englisch: spinach


Spinat

 

Die Heimat des Spinats ist vermutlich der Orient. Durch die Araber kam er nach Spanien und wurde im 16. Jahrhundert über Frankreich und Holland auch in Deutschland bekannt. Heute wird Spinat, mit Ausnahme der Tropengebiete, weltweit angebaut.

Verfügbarkeit


Spinat ist das ganze Jahr über erhältlich. Von März bis Mai und August bis November ist das Angebot besonders stark. In diesen Monaten gibt es auch heimisch angebauten Spinat zu kaufen.

Aussehen, Geschmack, Charakteristika


Spinat bildet eine Rosette aus zarten, grünen, teilweise gezähnten, fleischigen Blättern.

Junger Spinat schmeckt mild.

Man unterscheidet beim Spinat nach Aussaattermin und Ernteverfahren.

Aussaattermin (Frühjahrs- und Sommerspinat, Winterspinat):
Aussaaten vom Frühjahr bis in den August/September ergeben den feinblättrigen Frühjahrs- und Sommerspinat, spätere Herbstaussaaten (zweite Septemberhälfte) den gröberen Winterspinat, der bis zur Ernte im Frühjahr überwintert.

Ernteverfahren (Blattspinat, Wurzelspinat):
Für die Gewinnung von Blattspinat werden nur die einzelnen Außenblätter mit Stiel geerntet. Dieser geht überwiegend in den Frischmarkt. Wurzelspinat erhält man durch Abschneiden bzw. "Stechen" der ganzen Blattrosette am Wurzelhals. Wurzelspinat wird im wesentlichen für die Verarbeitung in der Konservenindustrie angebaut.

Inhaltsstoffe


Spinat ist ernährungsphysiologisch ein wertvolles Gemüse.

100 g enthalten

 
Spinat, frisch
Spinat, gegart
Energie (kcal)
17
19
Wasser (g)
92
91
Eiweiß (g)
3
3
Fett (g)
< 1
< 1
Kohlenhydrate (g)
1
1
Ballaststoffe (g)
3
3
Vitamin C (mg)
52
29
Vitamin A (RÄ) (µg)
795
550
Vitamin E (mg)
1,4
0,6
Vitamin B2 (mg)
0,2
0,2
Vitamin B6 (mg)
0,1
0,2
Biotin (µg)
6
6
Folsäure (µg)
78
48
Kalium (mg)
633
393
Natrium (mg)
65
61
Calcium (mg)
126
149
Magnesium (mg)
58
43
Mangan (mg)
0,5
0,5
Eisen (mg)
4,1
3,8


Schadstoffe


Spinat gehört zu den Kulturpflanzen, die Nitrat speichern, so dass hohe Gehalte zwischen 1000 bis 4000 mg pro Kilogramm Frischgewicht auftreten können. Ein großer Teil des an sich unschädlichen Nitrats, 40 - 70 %, wird allerdings durch Blanchieren des Spinats ausgewaschen.

Bei Aufbewahrung von Spinatbrei bei Zimmertemperatur und von rohem Spinat 1 bis 2 Tage kann es aber zu beträchtlicher Nitritbildung kommen.

Der Oxalsäureanteil kann 800 mg pro 100 g betragen.

Qualitätskriterien, optimale Lagerungsbedingungen


Achten Sie beim Einkauf auf frische grüne Spinatblätter. Flecken oder gelbe Stellen sind ein Zeichen von falscher Lagerung. Frischen Spinat sollten Sie möglichst schnell verzehren. Inhaltsstoff- und Aromaverluste treten nämlich schon nach kurzer Zeit ein.

Verzehrform, Verwendung, Weiterverarbeitung, praktische Zubereitungstipps


Nur ein kleiner Teil der Spinaternte gelangt frisch auf den Lebensmittelmarkt. Je nachdem ob man Wurzel- oder Blattspinat gekauft hat, ist der Arbeitsaufwand vor dem Kochen unterschiedlich.

Beim Blattspinat genügt es, unschöne Blätter auszusortieren und die Stängel zu entfernen. Beim Wurzelspinat müssen die ganzen Wurzelteile abgeschnitten werden.

Da frischer Spinat meist sehr sandig ist, sollten Sie ihn gründlich waschen.

Spinat eignet sich gut zur Salatzubereitung oder gekocht bzw. blanchiert als Gemüsebeilage. Probieren Sie doch mal Rezepte wie Spinatlasagne, Spinatroulade oder Spinatnudelsoße.

Der größte Teil der Spinaternte geht in die Industrie. Besonders Tiefkühlspinat und Spinatgläschen für die Babynahrung finden großen Absatz. Weiterhin gibt es aber auch Spinatsaft und getrocknete Spinatblätter zu kaufen.

Außerdem findet man Spinat als Farbe für grüne Nudeln oder als Füllung, z.B. von Tortellini oder Maultaschen.

Würztipp


Spinat kann auf unterschiedliche Art gewürzt werden:

* Klassisch: Zwiebel, Muskat
* Indisch: Curry
* Mediteran: Knoblauch, Olivenöl, Zitrone

 

 

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  Dieser Artikel wurde verfasst von

         

 


 

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