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Topinambur

 

Synonyme: Erdartischocke, Erdschocke, Erdbirne, Erdapfel, Erdsonnenblume, Grundbirne, Indianerknolle, Jerusalemer Artischocke, Knollensonnenblume, Rosskartoffel, Zuckerkartoffel

botanisch: Helianthus tuberosus

englisch: topinambour, jerusalem-artichoke


Topinambur

 

Die Heimat der Topinambur ist wahrscheinlich Süd- oder Nordamerika, wo sie von den Indianern als Gemüse sehr geschätzt wurde. Anfang des 17. Jahrhunderts brachten Seefahrer die Knolle nach Frankreich, wo sie in wachsendem Umfang kultiviert wurde. Von dort aus verbreitete sie sich in weitere Gebiete Europas.

Auch heute wird die Topinambur noch in Nordamerika angebaut. Sie wird aber auch in Asien, Australien und in geringem Umfang auch in Europa gepflanzt, hier vermehrt in Südfrankreich und den Niederlanden. Auch in Deutschland findet ein geringer Anbau der Topinambur statt.

Verfügbarkeit


Die Topinambur hat auf dem Markt keine große Bedeutung. Die geringe Nachfrage wird überwiegend durch einheimische Ernte gedeckt. Die Erntezeit der Knollen ist von Oktober bis Mai.

Aussehen, Geschmack, Charakteristika


Die Topinabur-Pflanze wird etwa 2 m hoch und hat Ähnlichkeit mit einer Sonnenblume. Genutzt werden jedoch die Knollen, die sich wie Kartoffeln unter der Pflanze bilden.

Die Knollen sind unregelmäßig geformt und können birnen- oder apfelförmig, buckelig-länglich sein oder wie frische Ingwerknollen aussehen.

Eine dünne, gelbbraune bis violette Haut umhüllt das feste etwas hellere Fleisch der Topinambur. Dieses kann je nach Sorte weißlich, gelb, braun, rot bis violett sein.

Die rohe Knolle hat einen etwas erdigen, leicht süßen Geschmack - gegart schmecken die Wurzeln nussig, süß und beinahe wie gekochte Artischocken.

Inhaltsstoffe


Die Kohlenhydrate der Topinambur werden bei der Verdauung nur langsam resorbiert, daher ist diese Knolle auch für Diabetiker geeignet. Außerdem ist sie fettarm und reich an Ballaststoffen (Inulin). Weiterhin sind Topinambur eisenreich und enthält relativ viel Vitamin B1 und Kalium.

100 g enthalten:

 
Topinambur,
frisch
Energie (kcal)
31
Wasser (g)
79
Eiweiß (g)
2
Fett (g)
< 1
Kohlenhydrate (g)
4
Ballaststoffe (g)
13
Vitamin A (RÄ) (µg)
2
Vitamin E (mg)
0,2
Vitamin B1 (mg)
0,2
Vitamin B2 (mg)
0,1
Niacin (mg)
2
Vitamin B6 (mg)
0,1
Folsäure (µg)
35
Vitamin C (mg)
4
Kalium (mg)
478
Natrium (mg)
3
Calcium (mg)
10
Magnesium (mg)
20
Phosphor (mg)
78
Eisen (mg)
3,7


Qualitätskriterien, optimale Lagerungsbedingungen


Die Topinambur-Knollen sind winterhart und vertragen Temperaturen bis minus 15°C. Wenn Sie selbst Topinambur gepflanzt haben, können Sie die Knollen im Winter unter der Erde lassen und nach Bedarf herausholen.

Ansonsten sollten sie wie Kartoffeln kühl und dunkel gelagert werden. Topinambur trocknen leicht aus, deshalb ist es empfehlenswert sie im Gemüsefach des Kühlschranks in einem feuchten Tuch oder einer Plastiktüte aufzubewahren. So sind sie einige Tage haltbar.

Angewelkte Knollen erholen sich etwas, wenn man sie in kaltes Wasser legt.

Verzehrform, Verwendung, Weiterverarbeitung, praktische Zubereitungstipps


Die Knollen sollten unter fließend Wasser sorgfältig gesäubert werden, am besten mit einer Bürste. Die Haut können Sie nach Geschmack auch mitessen. Topinambur werden gerne roh als Beilage zu Salaten gegessen, Sie können die Knollen auch dünsten, braten oder überbacken.

Nehmen Sie zum Garen nur wenig Wasser, weil die Topinambur sonst auslaugen und fade schmecken. Gedünstet eignen sich die Knollen gut als Gemüsebeilage oder können für Püree verwendet werden. Das Püree läßt sich auch gut mit Kartoffelpüree kombinieren.

Die Knollen können nach dem Dünsten abgeschreckt und gepellt werden. Dicke Scheiben schmecken auch, wenn man sie nach dem Garen paniert und in Fett ausbackt.

Topinambur wird industriell zur Alkohol- und Fruchtzuckergewinnung genutzt.

 

 

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  Dieser Artikel wurde verfasst von

         

 


 

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