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Riesenkürbis

 

Synonym: Speisekürbis, Winterkürbis

botanisch: Cucurbita maxima

englisch: winter squash / pumpkin


Familie: Kürbis


Riesenkürbis

 

Ursprünglich kommt der Riesenkürbis aus Südamerika. Er wird in der Regel im Freien angebaut. Anbauländer sind z.B. China, Türkei, Japan und Frankreich. Gewächshausanbau ist auch möglich, aber nicht sehr lohnenswert. Ein gewerbsmäßiger Anbau des Kürbis spielt in Deutschland keine nennenswerte Rolle.

Verfügbarkeit


Von Juli bis Januar ist Kürbis erhältlich. Von August bis Dezember ist das Angebot besonders groß.

Aussehen, Geschmack, Charakteristika


Der Riesenkürbis kann bis zu 100 kg schwer und im Durchmesser bis zu 0,5 m groß werden. Damit gehört er zu den größten Früchten des Pflanzenreiches. Der Riesenkürbis besitzt eine dicke, ungenießbare Schale, unter der das sehr weiche und saftige Fruchtfleisch liegt. Die Fruchtfleischfarbe ist weiß bis orangegelb. Ein neutraler bis leicht parfümierter Geschmack zeichnet den Kürbis aus.

Es gibt eine Reihe unterschiedlicher Sorten, die der Art Riesenkürbis zugeordnet werden. Der bei uns bekannteste ist der Hokkaido-Kürbis (Cucurbita maxima ssp. maxima convar. hubbardiana). Er stammt von der japanischen Insel Hokkaido, ist verhältnismäßig klein und mit ein bis zwei Kilogramm recht leicht. Seine Schale ist relativ dünn und dunkelorange bis rot oder auch grün. Sie wird beim Kochen weich, sodass sie mitverzehrt werden kann. Das Fleisch des Hokkaido-Kürbis ist orangefarben mit nussigem Geschmack und kaum spürbaren Fasern. Die Kerne können nicht gegessen werden.
In den USA ist auch der Buttercup beliebt.Und auch ansonsten ist er weit verbreitet. Es handelt sich um eine lagerfähige Winterkürbissorte. Die dunkelgrüne Frucht mit einer Wucherung am Blütenende ist flach, wiegt bis zu 3 kg und hat dichtes gelb-orangenes Fleisch.

Inhaltsstoffe


An sekundären Pflanzenstoffen enthält der Kürbis nennenswerte Mengen an Carotinoiden.

100 g enthalten

 
Kürbis,
frisch
Kürbis,
gegart
Energie (kcal)
27
27
Wasser (g)
92
92
Eiweiß (g)
1
1
Fett (g)
< 1
< 1
Kohlenhydrate (g)
5
5
Ballaststoffe (g)
1
1
Vitamin C (mg)
14
82
Vitamin A (RÄ) (µg)
233
233
Carotin (mg)
1,4
1,4
Folsäure (µg)
17
92
Kalium (mg)
351
2923
Natrium (mg)
7
6
Calcium (mg)
27
29
Magnesium (mg)
23
23
Eisen (mg)
0,8
0,7

Anmerkung: Da es sich um Naturprodukte handelt und da die aufgeführten Informationen unterschiedlichen Quellen und daher verschiedenen Analysen entnommen sind, können Schwankungen bei den Nährwertangaben auftreten. Besonders die Mineralstoffe sind von natürlichen Schwankungen betroffen, da die Pflanze sie aus dem Boden aufnimmt, der selber unterschiedlich zusammengesetzt sein kann. Sein Mineralstoffgehalt ist zum  Beispiel durch Düngung beeinflussbar. Erklärungen zu den Fußnoten finden Sie hier.


Qualitätskriterien, optimale Lagerungsbedingungen


Bevor Sie einen Kürbis kaufen, klopfen Sie mit den Fingern gegen die Schale. Ein klingender Ton ist ein Zeichen von Reife. Fleckige Kürbisse sind nicht empfehlenswert. Ebenso sollte die Schale nicht verletzt sein. Halten sie den Kürbis nicht am Fruchtstil fest. Denn dieser bricht leicht ab. Kaufen Sie den Kürbis bereits geschnitten, achten Sie darauf, dass das Fruchtfleisch nicht weiß oder faserig aussieht.
Der im Spätherbst geerntete Speisekürbis besitzt eine lange Haltbarkeit. Bei der Lagerung sollten Sie allerdings seine Kälteempfindlichkeit berücksichtigen. Die optimale Lagertemperatur beträgt 10-13°C.

Verzehrform, Verwendung, Weiterverarbeitung, praktische Zubereitungstipps


Der Abfallanteil eines Kürbis ist hoch. Etwa 25 % - die Schale, die Kerne und das faserige Innere - können nicht mitverzehrt werden.

Am bekanntesten ist süß-sauer eingelegter Kürbis. Dieser wird auch von der Industrie angeboten. Die Verwendung von Kürbis ist jedoch sehr viel breiter gefächert. Probieren Sie doch mal eine Kürbissuppe, gekochtes Kürbisgemüse oder einen Kürbiseintopf. Industriell werden neben Süß- und Sauerkonserven auch Kompott oder Marmelade angeboten.

Kürbiskerne werden - geröstet und gesalzen - gerne als Knabberei verzehrt. Aus den Kernen kann Kürbiskernöl gewonnen werden, ein nussig schmeckendes Öl, das besonders in der österreichischen Küche gerne genutzt wird.

Würztipp


Chili, Ingwer, Curry, Nelken oder Zimt schmecken gut zum Kürbis.

Sonstiges


* In den USA ist es schon lange Tradition, dass man zu Halloween einen Kürbis aushöhlt, ein Gesicht hereinschnitzt und ihn mit einer Kerze beleuchtet vor die Tür stellt. Auch bei uns wird dieser Brauch zunehmend beliebter.

*Die in neuerer Zeit zur Behandlung von Prostata-Beschwerden bei Männern empfohlenen Kürbiskerne sind die schalenlosen Samen der Kürbisart Cucurbita pepo. convar. citrullinina var. styriaca. Die Samen unseres Riesenkürbis sind für diesen Zweck nicht geeignet.

* Wenn Sie mehr über Kürbisse im Allgemein lesen möchten, sehen Sie sich bitte die Seite Kürbis an.

 

 

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  Dieser Artikel wurde verfasst von

         

 


 

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