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Gerste

 

botanisch: Hordeum vulgare

englisch: barley


Gerste

 

Die heute angebaute Gerste stammt von der wilden Gerste ab und ist neben Weizen das älteste Getreide der Menschheit. Ihr Ursprung liegt in Vorder- und Mittelasien von wo aus sie über Ägypten nach Europa gelangte.

Sie wird weltweit angebaut, wobei ein Großteil der Ernte in die Tierfütterung fließt.

Verfügbarkeit


Beide Varianten, die Winter- und die Sommergerste, wachsen sehr schnell. Produkte aus Gerste sind das ganze Jahr über erhältlich.

Aussehen, Geschmack, Charakteristika


Auf dem Acker ist die Gerste leicht von anderen Getreidesorten zu unterscheiden. Sie bildet die für sie typischen, langen Grannen aus. Auch die Körner sind charakteristisch und im Vergleich zu anderen Getreidesorten verhältnismäßig groß. Sie sind bauchig und laufen an beiden Enden spitz zu. Die Farbpalette reicht von hellgelb über dunkelbraun bis schwarz.

Die Gerste hat nur sehr geringe Ansprüche an Klima und Boden. Sie wächst sowohl in den Tropen, auf Island und im Himalaya, drei Regionen die unterschiedlicher nicht sein könnten.

Inhaltsstoffe


Für die Versorgung mit Phosphor, Vitamin B1 und B6 kann sie in hohem Maß beitragen. Mit einem hohen Gehalt an Kieselsäure unterstützt sie die Bildung von Haut, Haaren und Bindegewebe.

100 g enthalten:


Gerste, ganzes Korn
Gerstengraupen
Gerstengrütze
Energie (kcal)
320
339
314
Wasser (g)
12
12
13
Eiweiß (g)
9,8
9,7
7,9
Fett (g)
2,1
1,4
1,5
Kohlenhydrate (g)
64
71
66
Ballaststoffe (g)
9,8
4,6
10
Vitamin B1 (mg)
< 1
< 1
< 1
Vitamin B6 (mg)
< 1
< 1
< 1
Folsäure (μg)
65
20
19
Niacin (NÄ) (mg)
7,1
5,4
4,9
Magnesium (mg)
114
65
66
Mangan (mg)
1,6
1,3
1,3
Eisen (mg)
2,8
2
2
Zink (mg)
2,5
2,1
1,3
Phosphor (mg)
342
189
189
Kupfer (mg)
< 1
< 1
< 1


Vermutliche gesundheitliche Wirkung


In der Volksmedizin wird Gerstenschleim eine heilvolle Wirkung gegen Magen- und Darmentzündungen zugeschrieben. Er soll sogar noch wirksamer sein als Haferschleim.

Verzehrform, Verwendung, Weiterverarbeitung, praktische Zubereitungstipps


Gerste eignet sich wie die meisten anderen Getreidesorten auch für die Herstellung von Graupen, Grützen, Mehlen und Flocken.

Zum Backen ist Gerstenmehl eher ungeeignet. Traditionell wird sie verwendet für Breie und Grütze. Früher wurde Gerste häufig in Form von Graupen als Einlage von Suppen gegessen. Graupen nennt man die entspelzten und geschälten Gerstekörner.

Am bekanntesten aber ist sie wohl als Zutat in der Bierherstellung, wo die Körner gewässert, zum Keimen gebracht und gedarrt werden, um daraus Malz zu gewinnen. Doch nicht nur in der Brauerei kommt der Gerstenmalz zum Einsatz. Schottischer Malt Whiskey wird ebenfalls damit gebrannt.

Außerdem stellt Gerste in Form von Malzkaffee eine gute Alternative zu Bohnenkaffee dar.

 

 

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