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Mais

 

Synonyme: Kukuruz, Türkischer Weizen, Welschkorn

botanisch: zea mays

englisch: corn, maize, sweet corn, indian corn


Mais

 

Anhand archäologischer Funde wird geschätzt, dass Mais schon seit 7000 Jahren von Indianern angebaut wird und seinen Ursprung in Mexiko hat. Wie wichtig der Mais für die Indianer war, zeigt sich darin, dass der erste Mensch im Schöpfungsmythos der Maya aus Mais erschaffen wurde. Kolumbus brachte ihn nach Europa, wo der Anbau im Mittelmeerraum begann.

Heute stellt Mais das am häufigsten angebaute Getreide dar, der Anbau findet weltweit statt. Hauptanbaugebiet sind die USA, Mexiko, Brasilien, Indien, Argentinien, China, Südafrika, Frankreich, Italien, Spanien und die Ukraine.

Auf dem amerikanischen Kontinent steht der Maisanbau an erster Stelle, vor allen anderen Getreidearten. Daher rührt auch die amerikanische Bezeichnung „corn“, so wie in Deutschland Weizen und Roggen häufig als „Korn“ bezeichnet werden.

Hierzulande wird Mais erst seit ca. 50 Jahren in großen Mengen angebaut und dient überwiegend als Tierfutter.

Verfügbarkeit


Je nach Sorte und Anbauregion wird er von Mitte September bis Ende November geerntet. Mit Ausnahme von frischen Maiskolben ist er das ganze Jahr über im Handel erhältlich.

Aussehen, Geschmack, Charakteristika


Maiskörner kommen glänzend oder matt, glatt oder geschrumpft vor und werden von der Maispflanze in unterschiedlichsten Farben ausgebildet. Es gibt sie mit weißer, gelber, roter, violetter oder blauer Färbung. Am weitesten verbreitet ist aber der gelbe Mais.

Zum Wachstum bevorzugt er Wärme und nährstoffreiche Böden. Durch Züchtungen konnte Mais aber auch an das hiesige Klima angepasst werden und ist in der Lage auf unterschiedlichsten Böden zu wachsen. Zur Erzielung hoher Erträge bevorzugt er jedoch weiterhin viel Wasser und Nährstoffe.

Inhaltsstoffe


Der Gehalt an Magnesium und Zink, aber auch von β-Carotin ist hoch. Die Mangan-Konzentration ist ebenso wie die Verfügbarkeit der Eiweiße für den menschlichen Körper vergleichsweise gering. Andere Getreidesorten erweisen sich in dieser Hinsicht als besser.

Mais spielt als glutenfreies Getreide eine große Rolle als Ersatzgetreide in der Ernährung von Zöliakiekranken.

100 g enthalten:

 

Zuckermais, frisch

Zuckermais, gegart

Zuckermais, Konserve

Energie (kcal)

89

89

76

Wasser (g)

76

75

78

Eiweiß (g)

3

3

3

Fett (g)

1

1

1

Stärke (g)

14

14

11

Kohlenhydrate (g)

16

16

13

Ballaststoffe (g)

3

3

3

Vitamin C (mg)

12

7

3

Vitamin A (RÄ) (µg)

9

9

7

Folsäure (µg)

43

24

92

Kalium (mg)

300

250

175

Natrium (mg)

1

1

223

Calcium (mg)

6

7

10

Magnesium (mg)

48

48

38

Eisen (mg)

0,6

0,5

0,4

Anmerkung: Da es sich um Naturprodukte handelt und da die aufgeführten Informationen unterschiedlichen Quellen und daher verschiedenen Analysen entnommen sind, können Schwankungen bei den Nährwertangaben auftreten. Besonders die Mineralstoffe sind von natürlichen Schwankungen betroffen, da die Pflanze sie aus dem Boden aufnimmt, der selber unterschiedlich zusammengesetzt sein kann. Sein Mineralstoffgehalt ist zum  Beispiel durch Düngung beeinflussbar. Erklärungen zu den Fußnoten finden Sie hier.



Verzehrform, Verwendung, Weiterverarbeitung, praktische Zubereitungstipps


Traditionell wird Mais für die Zubereitung von Fladen und Breien verwendet. Aus Mais lassen sich Mehl und Grieß (Polenta) herstellen, die für deren Zubereitung benötigt werden. Mittlerweile wird Maismehl auch als Zumischmehl für die Herstellung glutenfreier Brote und andern Backwaren eingesetzt.

Mit Ausnahme von Zuckermais, eignet sich Mais nicht zum Kochen, findet aber Anwendung in der Herstellung von Cornflakes und Popcorn. Zudem dient er der Gewinnung von Speisestärke, Traubenzucker und Stärkesirup. In der amerikanischen Getränkeindustrie wird dieser Sirup als häufigstes Süßungsmittel eingesetzt.

Aus den Keimen lässt sich Keimöl gewinnen. Ansonsten dient Mais der Produktion alkoholischer Getränke wie z. B. Maisbier.

Aus dem Grieß lassen sich schmackhafte Gerichte kochen. Aus Polenta, Tomaten und Bohnen lassen sich köstliche Mahlzeiten zubereiten. Auch als Grundlage für Aufläufe, oder als feste Masse angerührt und anschließend in kleinen Stücken gebraten, kann Polenta Abwechslung auf den Tisch bringen. Probieren Sie es aus.

Sonstiges


Zwei besondere Arten des Maises sind Zucker- und Puffmais. Im Vergleich zu andern Sorten hat Zuckermais die Besonderheit, dass ihm ein Enzym fehlt, das den im Korn enthaltenen Zucker zu Stärke umwandelt, weshalb die Körner süßlich schmecken. Zuckermais ist der Mais, den wir aus Konserven kennen und der wie Erbsen als Gemüse verspeist wird. Aus diesem Grund wird er auch als Gemüsemais bezeichnet.

Puffmais eignet sich für die Herstellung von Popcorn. Er zeichnet sich dadurch aus, dass die Körner weniger mehlige Bestandteile enthalten. Wird das Korn in einer Pfanne oder in einem Topf erhitzt, beginnt das Wasser darin zu kochen. Ein Dampfdruck wird erzeugt, der schließlich dafür sorgt, dass das Maiskorn aufplatzt und die Stärke aus dem Korn herausquillt.

Für mehr Informationen, besonders über Zuckermais/ Gemüsemais siehe unter Zuckermais.

 

 

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