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Triticale

 

botanisch: X-triticosecale

englisch: triticale


Triticale

 

Triticale ist eine Kreuzung aus Weizen und Roggen, die erstmals vor ca. 100 Jahren gelungen ist. Doch erst in den 70er Jahren kamen die ersten Sorten in Europa auf den Markt. Der Name Triticale ist eine Kombination der botanischen Namen für Weizen (TRITIcum sativum) und Roggen (seCALE cereale).

Triticale wurde gezüchtet, um eine robuste Getreidesorte mit hoher Qualität zu erhalten. Roggen ist wenig anspruchsvoll an äußere Bedingungen und Weizen ist von hoher Qualität. Diese beiden Eigenschaften wurden bei der Züchtung miteinander vereint. Demnach kann Triticale an vielen Standorten angebaut werden, der Anspruch an den Boden ist jedoch etwas höher als der von Roggen.

Hauptsächlich angebaut wird Triticale in Polen, Deutschland, Frankreich, in der ehemaligen Sowjetunion, Australien, Portugal, USA und Brasilien. Beispielsweise in Nordafrika, Kenia und Indien bringt Triticale heute unter bestimmten Anbaubedingungen einen höheren Ertrag ein als es mit einheimischen Getreidesorten der Fall ist. Auch wenn der Anbau weltweit steigt, Triticale wird überwiegend als Futtermittel eingesetzt, nicht als Brotgetreide.

Verfügbarkeit


Triticale existiert in der Winter- und der Sommerform in zahlreichen Sorten.

Aussehen, Geschmack, Charakteristika


Das Aussehen ist nicht einheitlich, manche Sorte ähneln eher dem Weizen, andere eher dem Roggen. Auch der Geschmack lässt sich nicht eindeutig zuordnen. Er liegt zwischen dem von Weizen und Roggen.

Vorteile von Triticale sind die geringen Boden- und Wasseransprüche und die gute Kälteverträglichkeit. Von Nachteil sind die Eigenschaften des Auskeimens bzw. Auswachsens während der Ernteperiode, wodurch die Backqualität negativ beeinflusst wird.

Inhaltsstoffe


Ebenso wie das Aussehen der unterschiedlichen Sorten, unterscheidet sich auch deren Gehalt an Inhaltsstoffen. Er liegt zwischen denen von Weizen und Roggen. Allerdings enthält Triticale mit ca. 13 % einen etwas höheren Eiweißgehalt als Roggen und Weizen. Zudem sind die Gehalte an Vitamin B1 und dem Mineralstoff Magnesium erheblich.

Der Gehalt der lebensnotwendigen Aminosäure Lysin ist höher als in Weizen und niedriger als in Roggen. Alle anderen Aminosäuren sind bezüglich der Konzentrationen mit denen in Weizen identisch.

100 g enthalten:


Triticale
Energie (kcal)
329
Wasser (g)
12
Eiweiß (g)
13
Fett (g)
2,5
Kohlenhydrate (g)
64
Ballaststoffe (g)
6,7
Vitamin B1 (mg)
0,4
Vitamin B2 (mg)
0,3
Niacin (mg)
2,1
Pantothensäure (μg)
670
Folsäure (μg)
17
Kalium (mg)
444
Magnesium (mg)
155
Mangan (mg)
3,9
Eisen (mg)
6
Zink (mg)
3,2
Phosphor (mg)
380


Verzehrform, Verwendung, Weiterverarbeitung, praktische Zubereitungstipps


Triticale wird überwiegend als Futtermittel, teilweise aber auch für die Herstellung von Lebensmitteln eingesetzt. So findet er als Rohstoff für Backwaren, Biere und Breie Verwendung. Die dort eingesetzten Mengen sind aber eher unbedeutend.

 

 

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