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Chinakohl

 

Synonyme: Chinesischer Kohl, Pekingkohl, Schantungkohl, Japankohl, Blätterkohl, Kochsalat, Selleriekohl, Pe-Tsai

botanisch: brassica rapa ssp. pekinensis

englisch: chinese cabbage

Familie: Kohl


Chinakohl

 

Schon seit dem 5. Jahrhundert ist Chinakohl im asiatischen Raum bekannt und wird kultiviert angebaut. Im Norden Chinas hat er seinen Ursprung. Noch heute ist er dort die wichtigste Gemüsepflanze neben Rettich. China, Japan, Korea und Taiwan gehören in Asien zu den wichtigsten Anbauländern.

Erst im 20. Jahrhundert gelangte der Chinakohl nach Europa und in die USA. Seit einigen Jahrzehnten wird er nun auch bei uns angeboten und erfreut sich einer großen Käuferschaft.

Die größten Produzenten in Europa sind die Niederlande, Italien, Spanien sowie Österreich und Deutschland. Die Tendenz des Anbaus in Deutschland ist steigend.

Verfügbarkeit


Chinakohl wird ganzjährlich angeboten. Deutsche Produkte aus Freilandanbau sind von September bis Dezember erhältlich. Außerhalb dieser Zeit stammt der Kohl entweder aus dem Gewächshaus oder er wird aus anderen Ländern importiert.

Aussehen, Geschmack, Charakteristika


In China sind zwei verschiedene Chinakohlsorten bekannt, Baak Choi und Lung Nga Paak. Letzterer ist vom Aussehen her dem Staudensellerie ähnlich, von ihm stammt der bei uns kultivierte Chinakohl ab. Er geht vermutlich auf eine Kreuzung aus Speiserübe (brassica rapa var. rapa) und Pak-Choi (brassica rapa var. chinensis) zurück.

Die Blätter des Chinakohls sind länglich eiförmig und großflächig. Sie sind leicht gewellt und können gelb bis dunkelgrün sein. Verbreitet ist bei uns hellgrüner Chinakohl. Der untere Teil der Blätter ist weiß, fleischig und dicklich. Nach oben hin werden sie zarter und nehmen ihre typische Färbung an.

Anders als andere Kohlsorten hat Chinakohl keinen Strunk, die Blätter schließen sich von selbst zu einem länglichen Kopf zusammen, der bis zu 60 cm lang werden kann.

Der Geschmack ist leicht kohlartig, doch im Vergleich zu anderen Kohlsorten eher dezent, mit einem milden Aroma. Die leichte Verdaulichkeit macht Chinakohl zu einem geeigneten Lebensmittel für Personen, die ansonsten unter einer Empfindlichkeit gegenüber Kohl leiden.

Inhaltsstoffe


Geschmacksgebend für Chinakohl sind die enthaltenen Senföle. Besonders wertvoll macht ihn die hohe Konzentration an Folsäure. Glucosinolate und Carotinoide sind wichtige sekundäre Pflanzenstoffe, die im Chinakohl vorkommen.

100 g enthalten:


Chinakohl, frisch
Energie (kcal)
14
Wasser (g)
94
Eiweiß (g)
1,2
Fett (g)
< 1
Kohlenhydrate (g)
1,2
Ballaststoffe (g)
1,9
β-Carotin (μg)
425
Vitamin C (mg)
26
Folsäure (μg)
83
Kalium (mg)
144
Calcium (mg)
40
Magnesium (mg)
11
Phosphor (mg)
30
Eisen (mg)
0,6
Mangan (mg)
0,3


Schadstoffe


Chinakohl gehört zu den Gemüsesorten mit einem mittleren Nitratgehalt.

Qualitätskriterien, optimale Lagerungsbedingungen


Beim Kauf sind folgende Kriterien zu beachten: Der Kopf des Kohls sollte geschlossen sein, frisch und gesund aussehen. Welke Blattspitzen und schwarze Schnittstellen deuten auf zu lange Lagerung oder eine schlechte Handhabung bei der Ernte hin. An kleinen Verletzungen oder Druckstellen beginnt Chinakohl schnell zu faulen.

Im Kühlschrank ist der Kohl gut eine Woche lagerfähig. Je frischer er jedoch verspeist wird, desto knackiger, schmackhafter und gesünder ist er.

Vermutliche gesundheitliche Wirkung


Die enthaltenen sekundären Pflanzenstoffe haben antikanzerogene Wirkungen. Für Carotinoide wurde zusätzlich ein Einfluss auf die Senkung des Risikos von Herz-Kreislauf-Erkrankungen nachgewiesen.

Verzehrform, Verwendung, Weiterverarbeitung, praktische Zubereitungstipps


Chinakohl ist ein sehr vielseitiges Gemüse. Er kann roh und gekocht verspeist werden und schmeckt ebenso gut pikant wie auch süßlich zubereitet. Vor der Zubereitung sollten die äußersten Blätter entfernt, das unter Ende abgeschnitten und der Kohl gewaschen werden. Je nach Verwendungszweck schneidet man ihn in feine Streifen oder nutzt die ganzen Blätter. In jedem Fall fällt nur sehr wenig Abfall an.

Aus rohem Chinakohl können Salate zubereitet werden, passende Zutaten sind Äpfel, Orangen, Mandarinen, Kiwi und Pfirsich sowie Möhren, Gurken, Mais, Paprika, Tomaten und Eier.

In gegarter Form wird er wie Weißkohl oder Wirsing zubereitet und eignet sich für Kohlrouladen. Auch eine Chinakohl-Lasagne kann schmackhaft sein. In Streifen geschnitten dient er als Zutat von Wok-Gemüse. Nach kurzem Anbraten oder Dünsten bleibt er noch immer knackig und kann mit Sojasauce und asiatischen Gewürzen verfeinert werden.

Bleibt noch etwas Kohl übrig, kann er in einem Folienbeutel im Kühlschrank aufbewahrt werden, oder man blanchiert ihn kurz und friert ihn ein.

Würztipp


Zum Verfeinern eignen sich u. a. Petersilie und Kerbel. Zu asiatischen Gerichten passen Chili, Curry, Kurkuma, Ingwer, Sojasause und Sake.

 

 

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  Dieser Artikel wurde verfasst von

         

 


 

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