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Brunnenkresse

 

Synonyme: Wasserkresse, Wassersenf, Wiesenkren, Bitterkraut

botanisch: Nasturtium officinale

englisch: watercress


Kresse

 

In Europa ist die Brunnenkresse schon seit dem Mittelalter bekannt. Damals wurde sie als Gemüse und als Heilmittel genutzt. Ihren Ursprung jedoch hat sie vermutlich in Südosteuropa und in Westasien.

Heute ist die Brunnenkresse, wild wachsend, überall dort zu finden, wo sie in der Nähe von sauberen Teichen, fließendem Quellwasser und nassen Gräben, bei Wassertemperaturen um 8-12 °C, optimale Wachstumsbedingungen findet.

Nur selten wird sie gezielt angepflanzt. Die weltweit bedeutsamsten Produktionsstätten dürften Picardie in Frankreich und Dreibrunnenfeld bei Erfurt sein. Geringe Mengen werden auch in Großbritannien, in den USA, in Belgien, den Niederlanden sowie in Brasilien angebaut.

Verfügbarkeit


Theoretisch ist Brunnenkresse das ganze Jahr über erhältlich. In Deutschland und Frankreich wird die Ernte jedoch in den Sommermonaten ausgesetzt, weil es zu dieser Zeit ausreichend andere Salatsorten auf dem Markt gibt. Die Haupterntezeit ist daher von September bis Mai.

Aussehen, Geschmack, Charakteristika


Die Brunnenkresse ist eine immergrüne Wasserpflanze, deren hohle Stängel von den Trieben, die auf dem Grund des Gewässers kriechen, an die Oberfläche des Wassers geschoben werden. Auf den Stängeln sitzen kleine, rundliche, grasgrüne Blätter. Ab Ende Mai beginnt die Blütezeit und traubenartige Blütenstände bilden weiße Blüten aus. Ab diesem Zeitpunkt ist die Brunnenkresse nicht mehr zum Verzehr geeignet.

Geerntet wird sie, wenn die Triebe etwa eine Länge von 25 cm erreicht haben. Dann hat sie auch den besten Geschmack, der u. a. durch die Gehalte an Bitterstoffen und Senföl bestimmt wird. Brunnenkresse schmeckt typischerweise etwas scharf und gleichzeitig leicht bitter, vergleichbar mit der Gartenkresse.

Inhaltsstoffe


Hohe Gehalte an β-Carotin, Vitamin C und Eisen sind bezeichnend für Brunnenkresse. Zudem ist sie für ein Gemüse verhältnismäßig reich an Calcium. Der Gehalt an ätherischen Ölen ist etwa doppelt so hoch wie in Feldsalat.

100 g enthalten:


Brunnenkresse, frisch
Energie (kcal)
19
Wasser (g)
92
Eiweiß (g)
1,6
Fett (g)
< 1
Kohlenhydrate (g)
2
Ballaststoffe (g)
3
Vitamin A (RÄ) (μg)
692
β-Carotin (mg)
4,2
Vitamin C (mg)
51
Folsäure (μg)
40
Niacin (NÄ) (mg)
1,1
Kalium (mg)
276
Calcium (mg)
180
Magnesium (mg)
34
Phosphor (mg)
64
Eisen (mg)
3,1


Qualitätskriterien, optimale Lagerungsbedingungen


Nach der Ernte muss die Brunnenkresse schnell gekühlt werden. Anschließend wird sie für den Verkauf gebündelt. Die Bündel sind entweder in Folie verpackt, oder in Wasser stehend, erhältlich.

Am längsten frisch bleibt sie, wenn die Triebe in Eiswasser gestellt werden. In jedem Fall aber sollten sie im Kühlschrank gelagert werden, dort ist die Brunnenkresse einige Tage haltbar.

Vermutliche gesundheitliche Wirkung


Schon früher wurde Brunnenkresse als Heilmittel angewendet. So war sie ein bekanntes Mittel gegen Skorbut, dass durch einen Mangel an Vitamin C ausgelöst wird. Brunnenkresse war in den Wintermonaten ein guter Vitamin C-Lieferant.

Heute noch wird sie bei Frühjahrskuren angewendet und ist für ihre haut- und blutreinigende Wirkung bekannt. Sie wird zudem bei Blutarmut und als harntreibendes Mittel eingesetzt.

Verzehrform, Verwendung, Weiterverarbeitung, praktische Zubereitungstipps


Üblicherweise wird Brunnenkresse als Salat zubereitet. Wie Kresse lässt sie sich auch zu Butterbrot essen und zu einer Suppe zubereiten. Auch als Würzmittel wird sie verwendet, dazu nutzt man sie am besten ohne andere Kräuter, wegen ihres intensiven und eigenen Geschmackes.

Auch als Zutat in Kartoffelsalat oder Eiersalat kann sie köstlich schmecken. Wie Spinat zubereitet, oder in Kombination mit Spinat, lassen sich schmackhafte Gerichte kreieren.

Sonstiges


Gehen Sie selbst auf die Suche nach Brunnenkresse, achten Sie darauf, welche Pflanze sie tatsächlich sammeln. Denn Brunnenkresse ist leicht mit „Bitterem Schaumkraut“ zu verwechseln. Ein eindeutiges Unterscheidungsmerkmal sind die Triebe. Die der Brunnenkresse sind hohl, während die des Schaumkrautes mit Mark gefüllt sind. Ein Grund zur Besorgnis, sollten Sie dennoch einmal Schaumkraut verspeist haben, besteht nicht, es ist nicht giftig.

 

 

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  Dieser Artikel wurde verfasst von

         

 


 

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