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Schwarzkümmel

 

Synonyme: Schwarzer Koriander, Schabasamen

botanisch: Nigella sativa

englisch: black cumin


Schwarzkümmel

 

Der Begriff Schwarzkümmel steht für verschiedene Gewürzpflanzen der Gattung „Nigella“. Dazu zählen der Damaszener Schwarzkümmel, der Acker-Schwarzkümmel, Zira und der Echte Schwarzkümmel. An dieser Stelle soll vornehmlich auf den Echten Schwarzkümmel, „nigella sativa“, eingegangen werden.

Er gehört zu den wild wachsenden Pflanzen, die mittlerweile in Süd- und Mitteleuropa, in Vorderasien und Nordafrika vorkommen und auch kultiviert angebaut werden. Seinen Ursprung hat der Schwarzkümmel in Vorderasien sowie Nordafrika. Im Mittelalter gelangte die Pflanze in unsere Gegenden.

Schwarzkümmel muss schon sehr früh eine Bedeutung für die Menschen gehabt haben, in Pharaonengräbern fand man ihn als Grabbeigabe.

Verfügbarkeit

Verwendet werden die Schwarzkümmelsamen. Sie werden als ganze Samen oder gemahlen angeboten. In gut sortierten Supermärkten sind die Samen zu finden, ganz sicher aber werden Sie an Gewürzständen auf Wochenmärkten fündig. Auch Schwarzkümmelöl wird produziert.

Aussehen, Geschmack, Charakteristika

Die Pflanzen, die die echten Schwarzkümmelsamen ausbilden, zählen botanisch zu den Hahnenfußgewächsen und werden bis zu 50 cm groß. Die weißen Blüten bilden Scheinkapseln, in denen die unregelmäßig geformten Samen gebildet werden. Diese erreichen eine Länge von 2-3 mm und sind braunschwarz bis schwarz mit einer matten Oberfläche. Ihr Geruch ist kümmelartig und der Geschmack erinnert an Pfeffer und Kümmel, er ist würzig scharf.

Inhaltsstoffe

Das pfeffer- und kümmelähnliche Aroma liegt in der Zusammensetzung der ätherischen Öle begründet, u. a. kommen Thymochinon, p-Cymonen und Citronellacetat vor. Hauptbestandteil der Bitterstoffe ist das Nigellin.

Die 30-35 % fettes Öl im Samen setzen sich zu 50 % aus Linolsäure, Phytosterol und Gamma-Linolensäure zusammen. Des Weiteren sind Gerbstoffe und Saponine enthalten.

Qualitätskriterien, optimale Lagerungsbedingungen

Lagern Sie die Samen vorzugsweise ungemahlen und zerstoßen Sie sie in den gewünschten Mengen frisch im Mörser, so bleiben die Aromastoffe länger enthalten und der Schwarzkümmel verliert nicht an Würzkraft.

Vermutliche gesundheitliche Wirkung

In den Anbaugebieten wird Schwarzkümmel schon seit Jahrhunderten als Würz- und Heilmittel eingesetzt. Er regt die Bildung von Magensäften an, soll ein hilfreiches Mittel gegen Blähungen sein und immunstärkende Wirkungen haben. In Nordafrika wird das Öl gegen Herz- und Lungenleiden eingesetzt.

Der positive Einfluss auf die Haut bei Neurodermitis wird der α-Linolensäure zugeschrieben. Und die enthaltenen Omega-6-Fettsäuren sollen bei der Linderung von Allergien sowie bei Asthmatikern hilfreich sein.

Wegen den vermuteten Effekten ist der Schwarzkümmel mittlerweile in das Interesse der Pharmaindustrie gerückt, die genaue Forschungen anstellt.

Verzehrform, Verwendung, Weiterverarbeitung, praktische Zubereitungstipps

Ganz klassisch kennen wir die Schwarzkümmelsamen als Gewürz auf Fladenbrot. Er eignet sich auch zum Würzen anderer Brote, für orientalisch angehauchte Salate und Dressings und passt außerordentlich gut zu Käsegerichten. Auch Suppen, Soßen und herzhafte Quarkspeisen können mit dem Gewürz verfeinert werden.

 

 

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