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Guarana

 

Synonyme: Cupana, Orinko, Ojo

botanisch: Paullinia cupana

englisch: guarana


Guarana

 

Der Guarana-Strauch ist im Amazonasgebiet beheimatet, genauer in Brasilien und Venezuela.

Aussehen, Geschmack, Charakteristika


Guarana ist eine Lianenart, die zu den Seifenbaumgewächsen gehört. Sie bildet fünfgeteilte, grüne Blätter aus und weiße, kelchförmige Blüten. Genutzt werden überwiegend die orangeroten bis roten Kapselfrüchte bzw. die darin enthaltenen Samen. Jede der Früchte enthält ein bis drei grünliche oder schwarze Samen.

Diese haben aufgrund ihrer Inhaltsstoffe anregende Wirkungen, vergleichbar mit denen von Kaffee. Der Wirkstoff Koffein ist u. a. dafür verantwortlich. Vermutlich ist das Koffein der Guaranasamen an Gerbstoffe gebunden, weshalb sich die Ausschüttung in den Körper über einen längeren Zeitraum erstreckt. Die Wirkung des Koffeins aus Guarana hält damit länger an als die des Koffeins aus Kaffee.

Inhaltsstoffe


Im Samen sind Koffein (3,6 %), Guaranatin (4,5 %) und Theobromin (< 1 %) enthalten. Alle drei Wirkstoffe haben eine anregende Wirkung. Daneben sind etwa 25 % Gerbstoffe und ca. 12 % Tannine enthalten.

Weil Guarana nur in sehr geringen Mengen einem Lebensmittel zugesetzt wird, können die enthaltenen Mineralstoffe zu einer Deckung der Tagesbedarfe nur unwesentlich beitragen.

Schadstoffe


Guarana enthält die Purine Theobromin und Koffein. Über die Wirkungen des Koffeins ist allgemein viel bekannt. Es mindert Müdigkeit, steigert die geistige Leistungsfähigkeit und wirkt harntreibend. Daneben kann es in zu hohen Dosen zu Schlaflosigkeit, Nervosität und Herzrasen führen. Theobromin hat gefäßerweiternde und anregende Wirkungen auf die Herzmuskulatur. Diese und weitere Wirkungen sind in Versuchen nachgewiesen worden, jedoch nur mit der reinen Substanz. Ob auch gebunden an ein komplexes Lebensmittel negative Wirkungen auftreten, ist fraglich. Wobei zu beachten gilt, dass Theobromin in eher geringen Mengen auftritt, Koffein jedoch in höheren Mengen als in Kaffee vorhanden ist.

Schwangere, Stillende und Menschen mit Bluthochdruck sollten auf Guarana-Produkte verzichten.

Vermutliche gesundheitliche Wirkung


Guarana soll eine leicht fiebersenkende Wirkung haben und stärkt bei körperlicher Schwäche. Außerdem dämpft es das Hunger- und Durstgefühl. Sportlern sei daher angeraten, im Umgang mit guaranahaltigen Energy-Drinks vorsichtig zu sein. Durch die verminderte Aufnahme von Flüssigkeit besteht die Gefahr einer Dehydratation.

Verzehrform, Verwendung, Weiterverarbeitung, praktische Zubereitungstipps


Die Samen der Pflanze werden geschält, getrocknet und zu einem Pulver vermahlen. Aus diesem Pulver wird eine Paste hergestellt, die zu Stangen gepresst und als solche verkauft wird. Die Paste wird u. a. in der Erfrischungsgetränke-Industrie verwendet.

Ein bei den Amazonas-Indianern beliebtes Aufgussgetränk, das ebenfalls mit der Guarana-Paste zubereitet wird, findet auch in Westeuropa zunehmende Beliebtheit. Die Paste wird dazu in Wasser aufgelöst und das Getränk mit Honig gesüßt. Besonders Body-Builder kennen es als Fitness-Getränk, dass wie Kaffee anregend wirkt und zudem das Hungergefühl mindert. Eine Tasse dieses Aufgussgetränkes beinhaltet etwa 180 mg Koffein, das ist das Doppelte einer Tasse Kaffee.

Guarana findet zusätzlich Verwendung bei der Herstellung von Kaugummi und Schokolade. Selbst manche Mix-Biere werden heute mit Guarana angereichert.

 

 

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