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Brotfrucht

 

Synonyme: Brotbaumfrucht

botanisch: Artocarpus altilis

englisch: breadfruit


Brotfrucht

 

Ihren Ursprung hat die Brotfrucht auf dem Malaiischen Archipel, wo sie auch heute noch angebaut wird. In 1793 kam sie auf die Karibik. Mittlerweile hat sich der Anbau auf alle tropischen Gebiete ausgeweitet, wo der Brotfruchtbaum sowohl als Nutzpflanzen, als auch als Zierbaum zu finden ist.

Verfügbarkeit


Es werden zwei wesentliche Sorten der Brotfrucht unterschieden, die samenlosen und die samenhaltigen Typen. Diese wiederum unterteilen sich in verschiedene Sorten, die in Form und bevorzugtem Standort variieren.

Ein Großteil der samenlosen Brotfrüchte wird auf Jamaika angebaut, während Papua-Neuguinea lediglich samenhaltige Früchte produziert.

In Deutschland sind die Früchte eher selten im Handel erhältlich. In Frankreich, England und den Niederlanden hingegen gibt es sie nahezu ganzjährig in kleinen Mengen.

Aussehen, Geschmack, Charakteristika


Der Baum an dem die Brotfrucht wächst, wird bis zu 20 Meter hoch und trägt lange, glänzende, grüne Blätter. Die Frucht selbst ist rundlich und mit kleinen Stacheln überzogen. Sie kann eine Größe von bis zu 50 cm Durchmesser erreichen und bis zu 5 kg schwer werden.

Die unreife Frucht ist grün und hat ein weißes, stärkehaltiges Fruchtfleisch. Mit zunehmender Reife verfärbt sich die Schale und wird gelblich-grün oder gelb bis gelbbraun. Das Fleisch wird ebenfalls gelblich und bekommt einen süßlichen, aber dennoch strengen Geschmack. Die Konsistenz des Fleisches wird breiig und die Frucht beginnt unangenehm zu riechen.

Die Nüsse der samenhaltigen Brotfrüchte (Brotnuss) können ebenso wie das Fleisch verzehrt werden. Der Geschmack ist vergleichbar mit dem von Esskastanien, der Geschmack des Fruchtfleisches mit Kartoffeln.

Inhaltsstoffe


Die Brotfrucht enthält verglichen mit anderen Früchten viele Kohlenhydrate, dafür jedoch verhältnismäßig weniger Wasser. Neben dem Mineralstoff Kalium und Vitamin C, ist der Gehalt an Ballaststoffen recht hoch.

100 g enthalten:


Brotfrucht, frisch
Energie (kcal)
113
Wasser (g)
68
Eiweiß (g)
1,5
Fett (g)
< 1
Kohlenhydrate (g)
25
Ballaststoffe (g)
4
Vitamin B1 (mg)
0,1
Vitamin C (mg)
21
Niacin (NÄ) (mg)
1
Pantothensäure (mg)
0,5
Kalium (mg)
422
Calcium (mg)
31
Magnesium (mg)
25
Phosphor (mg)
36
Eisen (mg)
1


Schadstoffe


Treten aus der Frucht kleine weiße Latextropfen aus, ist das ein Zeichen, dass sie geerntet werden kann. Das Latex ist stark hautreizend.

Qualitätskriterien, optimale Lagerungsbedingungen


Reife Brotfrüchte sind nur wenige Tage lagerfähig. Gut verpackt und bei ca. 12 °C kann die Haltbarkeit auf bis zu zwei Wochen gesteigert werden.

In Scheiben geschnitten und in Wasser aufbewahrt, sind sie ebenfalls lagerfähig, oder aber die Früchte werden getrocknet.

Vermutliche gesundheitliche Wirkung


Aus den Blättern des Brotfruchtbaumes wird in einigen Anbauländern ein Tee zubereitet, der gegen Bluthochdruck wirksam sein soll.

Verzehrform, Verwendung, Weiterverarbeitung, praktische Zubereitungstipps


Die Frucht wird reif als Obst verzehrt sowie in unreifem Zustand als Gemüse, dann jedoch nicht roh. Der Verzehr als Gemüse findet am meisten Anklang. So ist es z. B. sehr beliebt, die Frucht wie eine Ofenkartoffel zuzubereiten und mit etwas Butter zu essen.

Das Fruchtfleisch kann außerdem in Salzwasser gekocht und zusammen mit anderem Gemüse als Beilage serviert werden. Es kann auch in Kombination mit Kokosnuss und Zucker schmecken, so wird es auf den Philippinen häufig gereicht. In Malaysia werden die Früchte in dünne Scheiben geschnitten und knusprig angebraten, während man in Trinidad überreife Früchte zur Chipsherstellung nutzt.

Die Brotfrucht kann zudem kandiert werden und mit dem Mehl aus getrocknetem Fruchtfleisch lassen sich Brote und Kekse backen und Frühstücksbrei kochen.

Kurios klingt die Zubereitung einer käseartigen Masse, die entsteht, wenn reifes Fruchtmus in Gruben vergraben aufbewahrt wird. Diese Masse ist in Polynesien sehr beliebt.

Geröstete und mit Salz gewürzt sind Brotnüsse ein beliebter Snack.

 

 

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  Dieser Artikel wurde verfasst von

         

 


 

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