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Noni

 

botanisch: Morinda citrifolia

englisch: noni

 

Nonis sind die Früchte des indischen Maulbeerbaums. Die Heimat des Baumes liegt in Südostasien. Von dort brachten Siedler die Pflanze nach Polynesien, wo sie noch heute in wilder Form wächst. Heute ist der Maulbeerbaum, auch Noni-Baum genannt, zudem in Mittelamerika, Westindien und Madagaskar verbreitet.

Verfügbarkeit


Im deutschen Handel sind ausschließlich Noni-Säfte und Saftkonzentrate erhältlich. Die Frucht selbst und alle weiteren Noni-Produkte sind nicht zugelassen und dürfen nicht verkauft werden, dazu zählen u. a. Tees, Kapseln und Konfekt.

Aussehen, Geschmack, Charakteristika


Der Noni-Baum ist ein immergrüner Laubbaum mit runden bis länglichen, dunkelgrünen Blättern. Die fünfblättrigen Blüten sind weiß und haben eine sternähnliche Form.

Die Nonis selbst sind blassgrün. Sie gehören zu den Sammelsteinfrüchten. D. h., sie bestehen aus vielen kleinen Steinfrüchten, die aneinander haften und eine große Sammelsteinfrucht bilden. Ebenfalls zu den Sammelsteinfrüchten zählen Himbeeren und Brombeeren.

Geruch und Geschmack der Früchte erinnern an alten Käse, weshalb die Noni in Australien auch „cheese fruit“ (Käsefrucht) genannt wird. Aus diesem Grund wird Noni-Saft auch meist mit dem Saft anderer Früchte gemischt.

Inhaltsstoffe


Die Früchte sind ein guter Lieferant für Vitamin C und Kalium. Jedoch wird Menschen mit Nierenschäden aufgrund des hohen Kalium-Gehaltes vom Verzehr abgeraten.

Schadstoffe


Vermutungen sind aufgetreten, dass Noni-Saft Leberschäden hervorrufen kann. Laut dem Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) ist diese Aussage jedoch nicht haltbar.

Vermutliche gesundheitliche Wirkung


In der polynesischen Volkmedizin werden dem Noni-Baum verschiedene Wirkungen zugeschrieben. Die Wurzeln sollen schmerzlindernd wirken. Den Blättern wird nachgesagt, sie fördern die Wundheilung und lindern den Schmerz bei Insektenstichen.

Noni-Saft wird häufig als Wundermittel angepriesen und soll nahezu alle Leiden beheben können. Hautprobleme, Magen-Darm- und Menstruationsbeschwerden, Migräne, Arthritis, Bluthochdruck usw. soll man mit dem Verzehr von Noni-Saft in den Griff bekommen. Auch diese Aussage kann vom BfR nicht bestätigt werden. Gesundheitsfördernde Wirkungen konnten dem Saft bislang nicht nachgewiesen werden. Er ist vielmehr anderen Säften gleichzustellen.

Sonstiges


Noni-Saft gehört in der EU zu den „neuartigen Lebensmitteln“ (Novel Food) und muss, bevor er verkauft werden darf, zugelassen werden. Seit 2003 ist der Verkauf von Noni-Saft erlaubt, andere Produkte sind weiterhin verboten.

Obwohl es rechtwidrig ist, wird im Internet und in privaten Verkaufsgesprächen noch immer die gesundheitsförderliche Wirkung des Saftes propagiert. Wie bereits erwähnt, konnte bislang aber keine dieser Wirkungen nachgewiesen werden. Wäre dies der Fall, dürfte Noni-Saft nicht länger als Lebensmittel verkauft werden, sondern würde zu den Arzneimitteln zählen. Außer dem sehr hohen Preis (rund 50 € pro Liter) hat der Saft aber nicht viel mit einem Arzneimittel gemeinsam.

 

 

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