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Kokosfett

 

Synonym: Kopraöl

englisch: coconut oil

 

Die genaue Herkunft der Kokosnüsse ist unklar. Das liegt daran, dass die Kokosnüsse auf dem Wasser schwimmend viele Kilometer transportiert werden können und trotzdem keimfähig bleiben. Es wird der melanesische Raum im westlichen Pazifik zwischen Indonesien und Australien als ursprüngliche Heimat vermutet. Es könnte aber auch der tropische Bereich Südamerikas oder Südostasiens in Frage kommen. Hier liegen auch heute noch die Hauptanbaugebiete der Kokosnuss.

Schon lange sind Kokosnüsse eine typische Frucht der Tropen, dort sind sie in vielen verschiedenen Formen weit verbreitet. Die bis zu 100 Jahre alt werdenden Kokospalmen wachsen vor allem in Küstennähe. Das getrocknete Fleisch der Kokosnüsse, auch Kopra genannt, wird gepresst oder extrahiert, um an das darin enthaltene Öl zu gelangen. Oft wendet man auch beide Gewinnungsverfahren nacheinander an: Das getrocknete Fruchtfleisch wird zuerst gepresst und anschließend wird mittels Extraktion das restliche Öl herausgelöst.
Hauptproduzenten von Kokosfett sind Indonesien, die Philippinen und Indien.



Aussehen, Geschmack, Charakteristika


Da Kokosöl einen hohen Anteil an gesättigten Fettsäuren besitzt, ist es bei Raumtemperatur fest und wird als Kokosfett bezeichnet. Bei 23°C wird es wieder flüssiges Öl. Es hat eine weiße bis gelbliche Farbe. Der Geruch ist schwach fettig und wachsartig, dabei mild und leicht nach Kokosnuss duftend. Im Geschmack ist es eher neutral bis leicht nussig, bekommt aber unter zu hohem Einfluss von Sauerstoff leicht einen ranzigen Geschmack. Trotz seiner festen Beschaffenheit hinterlässt Kokosfett einen angenehmen Schmelz im Mund, der aufgrund einer physikalischen Eigenschaft einen kühlenden Effekt hat.

Inhaltsstoffe


100 g enthalten:


Kokosfett
Energie (kcal)
878
Wasser (g)
< 1
Eiweiß (g)
< 1
Fett (g)
99
Kohlenhydrate (g)
< 1
Ballaststoffe (g)
0
Cholesterin (mg)
1
Mineralstoffe (g)
< 1
Gesättigte Fettsäuren (g)
92
Einfach ungesättigte Fettsäuren (g)
6
Mehrfach ungesättigte Fettsäuren (g)
2
Caprylsäure (g)
7,5
Laurinsäure (g)
44
Myristinsäure (g)
16,5
Palmitinsäure (g)
8
Ölsäure (g)
5,5
Linolsäure (g)
1


Kokosfett ist das Fett mit dem höchsten Gehalt an gesättigten Fettsäuren, rund 92 % gesättigte und nur 8 % ungesättigte Fettsäuren sind enthalten. Besonders bezeichnend ist die Laurinsäure-Konzentration.

Qualitätskriterien, optimale Lagerungsbedingungen


Meistens findet man Kokosfett, das durch Pressung und anschließende Raffination gewonnen worden ist. Ein qualitativ hochwertigeres Öl ist, analog zum Olivenöl, das Kokosfett virgine oder <b>Natives Kokosfett. Dieses ist ausschließlich durch Kaltpressung gewonnen worden und darf nicht raffiniert worden sein. Die Zusatzbezeichnung „extra“ steht dabei dafür, dass es aus der ersten Pressung stammt.

Verzehrform, Verwendung, Weiterverarbeitung, praktische Zubereitungstipps


Nach dem Auspressen des Öles aus dem Fruchtfleisch wird das Öl raffiniert, die typische weiße bis gelbliche und feste Masse entsteht. Sie eignet sich zum Kochen, Braten und Backen.

In Deutschland konnte man Kokosfett bereits Ende des 19. Jahrhunderts erwerben.

Aus Kokosfett werden sogenannte MCT-Fette hergestellt, das sind Fette, die überwiegend mittelkettige Fettsäuren enthalten. Diese MCT-Fette finden bei bestimmten Ernährungsformen Anwendung.

Wie viele andere Fette auch, wird Kokosfett für die Margarineherstellung genutzt. Zudem findet es Einsatz in der Süßwarenindustrie. Grund hierfür dürfte sein angenehmer Schmelz sein.

In der Kosmetikbranche ist Kokosfett beliebt für die Herstellung von Cremes, Seifen und Shampoos. Doch nicht nur für Lebensmittel und Kosmetika wird Kokosfett genutzt. Auf den Philippinen beispielsweise wird zur Schonung der fossilen Rohstoffe Biodiesel aus Kokosöl hergestellt.

 

 

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  Dieser Artikel wurde verfasst von

         

 


 

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