Produkte A-Z

 

Bambussprossen

 

Botanisch: Bambusa vulgaris, Bambusa arundinacea, Phyllostachys pubescens

Synonyme: Bambussprösslinge, Achia, Atchia

englisch:Bamboo Shoots

Familie: Gramineae poaceae


Bambussprosse

 

Allgemeines
In den Tropen ist Bambus eines der wichtigsten Nutzhölzer und liefert den Grundstoff für Möbel und Papier. Es gibt über 200 verschiedene Gattungen von denen viele neben Holz auch essbare Sprossen liefern. Bei der Bambussprosse handelt es sich um die jungen Sprosse und Triebe dieses Gewächses. In der fernöstlichen Küche wird es als Gemüse verwendet.

Herkunft und Anbaugebiete
Bambussprossen kommen aus den tropischen Gebieten Ostasiens. Heute werden sie in China, Japan, Korea, Vietnam, Indonesien, Thailand, Indien, auf den Philippinen und in Südamerika angebaut. Sie werden entweder als Gemüsekulturen oder als Nebenprodukt gezogen.

Geschmack, Aussehen, Charakteristika
Bambussprossen sind essbar, wenn die Sprosse noch nicht verholzt ist. Die Form der Bambussprossen ist spitz zulaufend, kegelförmig und schuppenförmig von spitzen Blättern eng umhüllt.
Sie werden bis zu 30 Zentimeter lang und im Durchmesser etwa sieben Zentimeter dick. Das Gewicht liegt zwischen 150 und 200 Gramm. Je nach Reifegrad und Jahreszeit können die Sprossen in drei Unterschiedliche Kategorien eingeteilt werden:

- Große Frühlingssprossen: besitzen behaarte Außenblätter und kann einen Durchmesser von etwa zehn Zentimeter und eine Länge von bis zu 30 Zentimetern erreichen
- Zarte Sommerbambussprossen: sehr edles Gemüse, das an dünne Spargel erinnert. Sie sind außerhalb von China praktisch nicht verfügbar.
- Wintersprossen: werden geerntet, während sie noch unter einer Laubschicht ruhen oder nur ganz wenig zu sprießen beginnen

Der Geruch von Bambussprossen erinnert ein wenig an den von Pilzen. Sie besitzen einen zarten, kohlrabiähnlichen Geschmack. Es gibt allerdings auch Sorten die einen bittren Geschmack aufweisen können. Die Farbe reicht von cremefarben über beige-violett bis zu gelben Sprossen. Das Bambusfleisch ist weißlich oder gelblich und knackig wie kurz gekochter Spargel.

Inhaltsstoffe
Bambussprossen besitzen einen geringen Nährwert. Sie liefern 17 Kilokalorien bzw. 72 Kilojoule, 2,5 Gramm Eiweiß, 0,3 Gramm Fett und 1 Gramm Kohlenhydrate auf 100 Gramm. Bambussprossen enthalten darüber hinaus eine hohe Konzentration an Kieselsäure und wurden in ihren Ursprungsländern deshalb als Heilpflanze bei Nervosität und Epilepsie eingesetzt.

Verfügbarkeit
In Europa werden frische Bambussprossen zwar vermehrt eingeführt, sie sind allerdings noch immer nur sehr begrenzt verfügbar. Als Luftfracht werden sie aus Brasilien ganzjährig importiert. Bambussprossen sind bei uns unregelmäßig in Asienläden und bei Fachhändlern für exotisches Obst und Gemüse erhältlich.
In Europa werden Bambussprossen häufiger in Konserven angeboten. Hierzu werden sie in Hälften, Streifen, Würfel oder Stücke zerkleinert.

Qualitätskriterien, optimale Lagerungsbedingungen
Die kleinen Sprossen sind in der Regel auch die zartesten und schmackhaftesten Sprossen. Mangelhafte Qualität erkennen Sie an einem schwammigen, watteartigen und feuchten Fleisch. Für eine schlechte Qualität sprechen außerdem bräunliche Flecken.

Frische und ungeschälte Sprossen halten im Kühlschrank bis zu einige Wochen. Bereits zubereitete Sprossen können problemlos eingefroren werden.
Bambussprossen aus der Dose sollten mit Wasser bedeckt in eine Dose gegeben und im Kühlschrank aufbewahrt werden. Wenn das Wasser tägliche ausgewechselt wird, sind sie bis zu einer Woche haltbar.

Verzehrsform, Verwendung, Verarbeitung, praktischen Zubereitungstipps
Bambussprossen enthalten ein giftiges Blausäureglykosid, das durch die Einwirkung von Hitze zerstört wird. In der fernöstlichen Küche werden Bambussprösslinge vielseitig eingesetzt. Sie werden gekocht oder gedünstet und hauptsächlich zu Reisgerichten serviert. Zubereitet werden Bambussprossen indem man die äußeren Blätter abzieht und mit einem Messer die Spitze und die Unterseite abschneidet. Die Sprosse wird anschließend wie Lauch längs eingeritzt und die restlichen Blätter entfernt. Die Bambussprosse wird je nach Weiterverarbeitung ganz oder in Stücke geschnitten in kaltes Wasser gegeben. Die ganze Sprosse muss etwa 40 Minuten und Stücke 10-15 Minuten kochen.

 

 

_________________________

 

  Dieser Artikel wurde verfasst von

         

 


 

  Mit der Seite www.die-gruene-speisekammer.de bietet die Fritz Terfloth Stiftung Münster Verbrauchern unabhängige und fundierte Informationen zu pflanzlichen Lebensmitteln und deren Gesundheitswirkungen. Sämtliche Texte unterliegen dem deutschen Urheberrecht. Unter welchen Voraussetzungen sie die Texte verwenden dürfen, erfahren Sie hier.


Auf Ihrem System scheint kein FlashPlayer installiert zu sein oder es ist
ein Update des Players notwendig. Sie können den Player hier herunterladen: