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Tannia

 

Synonyme: Tania, Yautia (Lateinamerika), Okumo (Venezuela)

botanisch: Xanthosoma sagittifolium, Araceae

englisch: Callaloo

Familie: Aronstabgewächse (Araceceae)

 

Allgemeines


Tannia ist eine Pflanze, deren Knollen und Blätter zum Verzehr geeignet sind. Sie ist nah verwandt mit Taro. Die erzeugten Produkte aus Tannia werden allerdings qualitativ höher eingeschätzt, als die aus Taro. Ein Nachteil von Tannia ist die Bildung schwer löslicher Oxalatkristalle, die beim Verzehr sehr unangenehm sein können und bei Berührung beim Ernten einen schmerzhaften Brennreiz auslösen. Das vorrangige Züchtungsziel ist somit die Schaffung von oxalatfreien Typen.


Beschreibung


Bei Tannia handelt es sich um eine krautige Staude, die zwischen 1,3 und 2,5 Meter groß werden kann. Sie bildet bis zu einem Meter große, pfeilförmige Blätter mit langen Stielen aus. Nach einer Wachstumszeit von 240 bis 420 Tagen produziert die Pflanze große weiße, rosa oder gelbe Knollen an denen 10 – 25 Zentimeter lange Knöllchen anhängen. Es existieren sehr viele verschiedene Kulturformen, die sich mehr oder weniger voneinander unterscheiden lassen. Variationen sind möglich bei Größe, Form und Farbe der Blätter, sowie bei Größe, Farbe und Geschmack der ausgebildeten Knollen.

Die Tanniaknollen sind reif, wenn sich die basalen Blätter der Pflanze gelb verfärbt haben. Wenn die erste Knolle geerntet wurde, konnen sich neue knollen bilden. Aus diesem Grund kann man Tanniaknollen oft über 500 Tagen ernten.

Herkunft, Anbau


Das Ursprungsgebiet von Tannia ist die Karibik. Dort und im tropischen Südamerika wurde die Pflanze schon lange vor der Landung der weißen Eroberer angebaut. Etwa 1840 wurde die Pflanze nach Afrika gebracht und anschließend durch die Spanier und Portugiesen nach Europa. Letztlich gelangte Tannia auch nach Asien. Heute wird Tannia in den Tropen als eine bedeutende Nutzpflanze angebaut. Hier hauptsächlich in der Karibik, Puerto Rico, Kuba, der Dominikanischen Republik, in Zentral- und Südamerika, Westafrika, im tropischen Asien (Malaysia, Indonesien) und den südpazifischen Inseln.

Verwendung, Lagerbedingungen


Von den geernteten Knollen werden nur die Tochterknollen als Lebensmittel verwendet. Die Mutterknolle wird als Viehfutter verwendet. Da geerntete Knollen sehr schnell verderben, werden nur so viele geerntet, wie tatsächlich benötigt werden. Tannia ist nah verwandt mit Taro und wird sehr ähnlich zubereitet. Die Knollen können gekocht, gebacken oder frittiert werden. Zur Mehlproduktion werden getrocknete und geschälte Knollen benutzt. Die jungen Blätter und auch Triebe können als Gemüse zubereitet gegessen werden. Um die Haltbarkeit ein wenig zu verlängern sollten sie bei 7 Grad Celsius und einer relativen Luftfeuchtigkeit von 80 % eingelagert werden.

 

 

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