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Maiskeimöl

 

Synonym: Maisöl

englisch: corn oil

 



Herkunft, Anbaugebiet

Als Keimöl stammt Maiskeimöl nicht aus dem Samen oder der Frucht, sondern aus dem Keimling.
Ein Keimling ist ein frühes Entwicklungsstadium des gerade nicht wachsenden Getreidesamens, bzw. –korns. Er ist in der Regel reich an Fett, Eiweiß und Vitaminen. Archäologische Funde lassen darauf schließen, dass Indianer schon seit 7000 Jahren Mais anbauen. Seinen Ursprung scheint er in Mexiko zu haben. Erst Kolumbus brachte das Getreide Ende des 15. Jahrhunderts nach Europa, wo der Anbau im Mittelmeerraum begann. Heute wird Mais weltweit angebaut, wobei die Hauptanbaugebiete die USA, Mexiko, Brasilien, Indien, Argentinien, China, Südafrika, Frankreich, Italien, Spanien und die Ukraine sind.
Nur ein geringer Teil des Mais geht jedoch in die Ölproduktion ein. Meistens verwendet man dazu die „Reste“ aus der Stärke oder Maismehlproduktion, für die die Keimlinge nicht benötigt werden.

Aussehen, Geschmack, Charakteristika

Maiskeimöl ist hellgelb bis tiefgelb. Aufgrund des hohen Tocopherolgehaltes ist Maisöl sehr stabil. Sein Geschmack ist, da es fast immer durch Lösungsmittelextraktion gewonnen und anschließend raffiniert wird, eher neutral. Verwendet wird es oft als Salatöl, zum Kurzbraten oder zur Mayonnaise-Herstellung. Teilweise geht es auch in die Margarineproduktion ein.

Inhaltsstoffe

Maisöl ist reich an Vitamin E (Tocopherole: bis 37 mg pro 100 g) ungesättigten Fettsäuren. Sein Gehalt an der mehrfach ungesättigten Linolsäure übertrifft den des Olivenöls um ein Fünffaches, die einfach ungesättigte Ölsäure ist immerhin etwa halb so viel enthalten wie im Olivenöl. Für ein Öl ist auch eine beachtliche Menge an Calcium enthalten (15 pro 100 g).

100 g enthalten:

Vermutliche gesundheitliche Wirkungen

Maiskeimöl ist sehr gut verdaulich. Für die Gesundheit liefert es durch den hohen Anteil an mehrfach ungesättigten Fettsäuren einen guten Beitrag. Sie helfen, die Konzentration des unerwünschten LDL-Cholesterins im Blut zu senken, während die Konzentration am guten HDL-Cholesterins relativ gleich bleibt. In ähnlicher Weise wirkt auch die einfach ungesättigte Ölsäure.

Verzehrform, Verwendung, Weiterverarbeitung, praktische Zubereitungstipps

Wegen seines hohen Gehaltes an ungesättigten Fettsäuren ist Maiskeimöl ungeeignet zum Frittieren und langem Braten bei hohen Temperaturen. Besser sollten Sie es zur Zubereitung von kalten Speisen wie z. B. Salatdressings und Mayonnaise nutzen.

 

 

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