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Chili

 

Synonyme: Chilly, Chilli, Chilischoten, Cillipfeffer, Cayennepfeffer, Roter Pfeffer, Pfefferschote, Kolumbianischer Pfeffer, Guinea-Pfeffer

botanisch: Capsicum annuum var. acuminatum und Capsicum frutescens

englisch: cayenne pepper, chili pepper, chillies, birdchilli

Familie: Paprika


Chili

 

Chili wird auch als Chilipfeffer, Roter Pfeffer oder Pfefferschote bezeichnet, obwohl die Pflanze botanisch nicht mit dem Pfeffer verwandt ist. Als Cayennepfeffer werden gemahlene Chilischoten bezeichnet. Aus Schoten der Art Capsicum frutescens wird Tabasco hergestellt.
Chili wird auch als Chilipfeffer, Roter Pfeffer oder Pfefferschote bezeichnet, obwohl die Pflanze botanisch nicht mit dem Pfeffer verwandt ist. Als Cayennepfeffer werden gemahlene Chilischoten bezeichnet. Aus Schoten der Art Capsicum frutescens wird Tabasco hergestellt. Die Heimat des Chilis liegt in der Karibik, Mittel- und Südamerika, wo er seit Jahrtausenden gezogen wird. Spanische Entdecker brachten die Pflanze im 15. Jahrhundert nach Europa.

Sie werden heute in vielen tropischen Gebieten kultiviert. Der Anbau findet von Mittelamerika bis zum nördlichen Südamerika statt, sowie in Südostasien und Afrika. Zu den Hauptanbietern von Chili zählen China, Indien und Pakistan.

Verfügbarkeit


Die Früchte werden in erster Linie getrocknet angeboten, sie kommen selten auch frisch auf den Markt.

Aussehen, Geschmack, Charakteristika


Chili ist mit dem Gewürzpaprika verwandt, beide Pflanzen sind Capsicum-Arten und zählen botanisch zur Familie der Nachtschattengewächse. Die Chilifrucht ist allerdings wesentlich kleiner als der Gewürzpaprika. Die Wildform wird nur 1 bis 3 cm lang, es gibt aber mittlerweile Sorten, die bis 7 cm groß werden.

Chilifrüchte sind schotenförmig, spitz zulaufend und glänzend. Die Farbe der Schoten ist erst grün, bei der Reife werden sie gelb, orange oder rot. Chili ist das schärfste aller Gewürze. Es schmeckt brennend scharf und reizt die Nase. Es ist bedeutend schärfer als Gewürzpaprika.

HabaneroGewürzpaprika und Chili werden in Schärfegrade von 1 bis 10 klassifiziert. Es gibt diverse Chilisorten, von denen die meisten im Bereich 5 bis 9 eingestuft werden. Die schärfste Chili mit einem Schärfegrad von 10 ist wohl die Sorte "Habanero" (capsicum chinese).

Inhaltsstoffe


Die Schärfe der Chili beruht auf den hohen Gehalt an Capsaicin, der z.T. 20mal so hoch wie der des Gewürzpaprikas ist und bis zu 1 % in der Frucht ausmachen kann. Die Menge an Capsaicin ist abhängig von der Sorte und dem Reifegrad des Chilis. Es kommt vermehrt in den Samen und Scheidewänden der Schoten vor.

Als weitere sekundäre Pflanzenstoffe kommen im Chili u.a. Carotinoide und Flavonoide vor.

Qualitätskriterien, optimale Lagerungsbedingungen


Getrocknete Chilischoten können luftdicht aufbewahrt sehr lange gelagert werden.

Die frischen Schoten sollten eine glatte Außenhaut besitzen, fest und glänzend sein. Im Gemüsefach des Kühlschranks können sie etwa eine Woche aufbewahrt werden. Chili eignet sich auch zum Einfrieren. Die Früchte sollte zuvor jedoch blanchiert werden, weil sie sonst an Aroma und Schärfe einbüßen.

Vermutliche gesundheitliche Wirkung


Cayennepfeffer, also getrocknetem Chili, wird zugeschrieben, es lindere Erkältungskrankheiten und Fieber.

Der scharfe Geschmack des Chilis stammt von dem enthaltenen Capsaicin. Es führt beim Essen zu einer vermehrten Produktion von Speichel und Magensaft und zu einer Anregung der Verdauungsorgane. In sehr hoher Dosis reizt Capsaicin allerdings die Haut und Schleimhäute. Es erzeugt ein schmerzhaftes Brennen, besonders der Kontakt mit Augen ist daher zu vermeiden.

Verzehrform, Verwendung, Weiterverarbeitung, praktische Zubereitungstipps


Bei empfindlicher Haut sollten Sie beim Zubereiten von frischem Chili Handschuhe tragen. Sollten Sie ein zu scharfes Essen probiert haben, hilft gegen das starke Brennen im Rachen kein Wasser. Besser sind in diesem Fall Milch, Joghurt oder Sahne.

Chili wird meist getrocknet als ganze Frucht, grob zerkleinert oder gemahlen auf dem Markt angeboten. Gemahlene Früchte werden als Cayennepfeffer bezeichnet.

Die frischen Schoten werden bei uns eher selten angeboten.

Chili wird vorwiegend für feurig-scharfe Grillsoßen und Fleischgerichte verwendet, z.B. zu Gulasch, Schweine- und Lammbraten.

Sparsam verwendet eignet es sich auch zum Würzen von Soßen, Suppen, besonders zu Kartoffel-, Fischsuppen und Bohneneintöpfen. Chili wird auch gerne zum Abrunden von Eingemachten und Mixed Pickles genutzt.

Am meisten wird dieses Gewürz in der ostasiatischen und mexikanischen Küche verwendet. Denken Sie an mexikanische Soßen ("Moles") oder das traditionelle Bohnengericht "Chili con carne".

Chili ist auch die Grundsubstanz von würzigen Tabascosoßen und indischem "Sambal Oelek". Von diesen extrem scharfen Würzsoßen reichen pro Gericht meist nur wenige Tropfen. Auch viele Gewürzmischungen enthalten Chili - es ist u.a. in Curry, Grillgewürzen Barbecuewürzen und vielen pikanten Spezialgewürzen z.B. für die indische Küche enthalten.

"Chilipulver" enthält neben Chili noch Oregano, Paprika und Knoblauchpulver, es gibt unter diesem Namen auch Mischungen mit Kümmel, Knoblauchpulver und Majoran.

Würztipp


Chilis dürfen nur in kleinsten Mengen zugegeben und sollten stets mitgekocht werden. Geben Sie Chili nicht in heißes Fett, da sich sonst Bitterstoffe bilden. Es harmoniert mit fast allen anderen Gewürzen.

Sonstiges


Capsaicin wird bei rheumatischen Beschwerden, schmerzhaften Muskelverspannungen und lokalen Kälteschäden zur äußerlichen Anwendung genutzt. Hierbei werden Tinkturen, Salben und Pflaster mit der Substanz geringfügig angereichert.

 

 

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