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Palmito

 

Synonyme: Palmenherz, Palmenkohl, Palmgemüse

botanisch: Euterpe edulis

englisch: palm cabbage


Palmito

 

Palmito stammen aus verschiedenen Palmenarten. Ein plantagenmäßiger Anbau erfolgt in Brasilien, Paraguay und Argentinien. Palmitos werden aber auch aus umgewehten oder gerodeten Palmen, die z.B. aufgrund von neuen Baumaßnahmen gefällt werden müssen, entnommen.

Verfügbarkeit


Bei der Palmito handelt es sich um das Mark aus dem Vegetationskegel der Palmen. Dieses ist 3-4 cm dick und etwa 10 cm lang. Es erinnert mit seiner weißen Farbe an Spargel, auch der Geschmack ist ähnlich. Gleichzeitig schmecken Palmenherzen leicht nussig. Um erntereife Palmenherzen zu bilden, braucht die Palme 10 bis 15 Jahre. Leider bedeutet die Ernte den Tod der ausgewachsenen Bäume. Jede Palme hat nur 1 "Palmherz" und ist nicht in der Lage, einen Ersatzvegetationskegel zu bilden. Die Bäume werden zur Ernte umgeschlagen und sind verloren.

Inhaltsstoffe


100 g enthalten

 
Palmito,
frisch
Palmito,
Konserve
Energie (kcal)
36
30
Wasser (g)
86
87
Eiweiß (g)
3
2
Fett (g)
< 1
< 1
Kohlenhydrate (g)
6
5
Ballaststoffe (g)
4
4
Vitamin C (mg)
9
22
Vitamin A (RÄ) (µg)
17
13
Folsäure (µg)
30
62
Kalium (mg)
350
201
Natrium (mg)
40
2426
Calcium (mg)
50
47
Magnesium (mg)
26
20
Eisen (mg)
1,0
0,7

Anmerkung: Da es sich um Naturprodukte handelt und da die aufgeführten Informationen unterschiedlichen Quellen und daher verschiedenen Analysen entnommen sind, können Schwankungen bei den Nährwertangaben auftreten. Besonders die Mineralstoffe sind von natürlichen Schwankungen betroffen, da die Pflanze sie aus dem Boden aufnimmt, der selber unterschiedlich zusammengesetzt sein kann. Sein Mineralstoffgehalt ist zum  Beispiel durch Düngung beeinflussbar. Erklärungen zu den Fußnoten finden Sie hier.


Verzehrform, Verwendung, Weiterverarbeitung, praktische Zubereitungstipps


Um 1 kg Palmitos zu bekommen, braucht man das Mark von zwei Palmen. Daraus wird deutlich, warum Palmitos nicht ganz billig sind, zumal - wie schon erwähnt - die Palme nach der Ernte von Palmitos abstirbt. Die äußeren Schichten sowie die Markschale werden entfernt. Dann schneidet man die Palmitos auf eine gleiche Länge und würzt sie mit Salz.

In Deutschland kommen Palmitos hauptsächlich in Konserven auf den Markt. Man kann sie als Vorspeise oder als Beilagengemüse anbieten. Von Palmkohl spricht man, wenn man die Palmenherzen mit den jungen Hüllblättern verzehrt. Diese können wie Wirsing oder Salat zubereitet werden.

 

 

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