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Pflaume

 

Pflaume (Europäische Pflaume, Hauspflaume)
botanisch: Prunus domestica ssp. insititia
englisch: plum

Zwetsche (Zwetschge, Zwetschke, Quetsche)
botanisch: Prunus domestica ssp. domestica
englisch: german prune/damson/plum

Reneklode (Reineclaude, Edelpflaume, Ringlotte)
botanisch: Prunus domestica ssp. italica
englisch: greengage

Mirabelle:
botanisch: Prunus domestica ssp.syrica
englisch: mirabelle/plum


Pflaume

 

Wahrscheinlich stammt die Pflaume von der wilden Urpflaume, die am Kaspischen Meer beheimatet ist, ab. Von Syrien ausgehend verbreitete sich die Pflaume nach Griechenland und später nach Italien. Heute werden Pflaumen auf der ganzen Welt angebaut und verzehrt.

Verfügbarkeit

Von Mai bis Dezember sind Pflaumen bzw. Zwetschen im Handel erhältlich. Von Mitte Juni bis Mitte Oktober ist das Angebot besonders stark. In dieser Zeit sind auch einheimische Pflaumen erhältlich.

Mirabellen und Renekloden gibt es von Juni bis September. Monate starker und einheimischer Angebote sind Juli und August.

Aussehen, Geschmack, Charakteristika

Mit dem Sammelbegriff "Pflaume" werden im allgemeinen verschiedene Fruchtarten bezeichnet, die sich in Größe, Farbe, Saftgehalt, Aroma und Reifezeit unterscheiden. Innerhalb dieser Unterarten gibt es jeweils eine Vielzahl von Varietäten. Innerhalb dieser Unterarten gibt es jeweils eine Vielzahl von Varietäten. Die wichtigsten Unterarten sind:

Pflaumen:
engl.: plum
* rundliche Form
* deutliche Längsnaht
* blau-violette, seltener rote Hautfarbe
* gelbe Fruchtfleischfarbe
* weiches, saftiges, beim Kochen zerfallendes Fruchtfleisch
* eher schlecht löslicher Stein

* Unterteilt werden Pflaumen teilweise in europäische, japanische und westasiatische Sorten. 



Zwetschen, Zwetschgen:
engl.: german prune, damson, plum
* längliche Form mit spitzen Enden
* meist ohne Längsnaht
* blaue oder violette Hautfarbe
* gelbe Fruchtfleischfarbe
* festes, saftiges beim Kochen nicht zerfallendes Fruchtfleisch
* leicht löslicher Stein


Renekloden, Reineclaude:
engl. greengages
* kugelige, mittelgroße Form
* Längsnaht
* grüngelbe, teilweise rötlich geflammte, seltener rote Hautfarbe
* festes, gelbes, saftiges Fruchtfleisch
* süßer, honigartiger Geschmack
* schlecht löslicher Stein
* Die deutsche und französische Bezeichnung Reneklode, bzw. Reineclaude, stammt von der Gattin den französischen Königs Franz I, Claudia, die dieses Obst sehr gerne aß („Reine“ = Königin). Im englischsprachigen Raum nennt man diese Frucht nach demjenigen, der sie im 18. Jahrhundert von Frankreich nach Großbritannien brachte: Thomas Gage.

Mirabellen:
engl.: mirabelles
* kugelige, kleine Form
* gelbe Hautfarbe mit roter Punktierung der Backen
* gelbe Fruchtfleischfarbe
* festes, süßes Fruchtfleisch
* sehr leicht löslicher Stein

Durch Kreuzungen sind etliche Sorten entstanden, die sich nicht eindeutig einer dieser Unterarten zuordnen lassen. Auch Schlehen sind Steinfrüchte, die aussehen, wie kleine, kugelrunde Pflaumen. Daher werden sie auch als Schlehenpflaumen (engl. sloe) bezeichnet. Mehr dazu lesen Sie bitte hier.
Die Früchte aller oben genannten Gruppen besitzen oft einen natürlichen weißlichen Belag, dieser schützt vor Austrocknung.

Inhaltsstoffe


100 g enthalten

 

Pflaume, frisch

Pflaume, getrocknet7

Pflaume, Konserve

Mirabelle, frisch

Zwetsche, frisch

Reneklode, frisch

Energie (kcal)

47

261

721

64

43

63

Wasser (g)

86

20

79

82

86

81

Eiweiß (g)

1

3

0,5

1

1

1

Fett (g)

< 1

1

0,1

< 1

< 1

< 1

Kohlenhydrate (g)

10

57

17,21

14

9

14

Ballaststoffe (g)

2

9

k.A.*

1

2

2

Vitamin C (mg)

5

22

1,52

7

4

6

Vitamin A (RÄ) (µg)

61

304

112

35

49

30

Carotin (mg)

0,4

1,8

0,7

0,2

0,3

0,2

Folsäure (µg)

2

11

k.A.*

3

3

3

Kalium (mg)

220

1218

1183

230

240

245

Natrium (mg)

2

11

12

0

2

1

Calcium (mg)

14

78

10

12

13

13

Magnesium (mg)

10

55

k.A.*

15

8

10

Eisen (mg)

0,4

2,4

1,1

0,5

0,4

1,1

Anmerkung: Da es sich um Naturprodukte handelt und da die aufgeführten Informationen unterschiedlichen Quellen und daher verschiedenen Analysen entnommen sind, können Schwankungen bei den Nährwertangaben auftreten. Besonders die Mineralstoffe sind von natürlichen Schwankungen betroffen, da die Pflanze sie aus dem Boden aufnimmt, der selber unterschiedlich zusammengesetzt sein kann. Sein Mineralstoffgehalt ist zum  Beispiel durch Düngung beeinflussbar. Erklärungen zu den Fußnoten finden Sie hier.



Qualitätskriterien, optimale Lagerungsbedingungen

Unreife Zwetschen kann man an der rötlichen Schale erkennen. Sie deutet auf eine zu frühe Ernte hin. Die Früchte reifen kaum nach, sind sehr sauer und wenig schmackhaft.

Bei Pflaumen, Mirabellen und Renekloden ist der Reifegrad nicht an der Farbe abzulesen. Prüfen Sie hier, ob die Pflaume auf leichten Fingerdruck nachgibt.

Wenn Sie beim Geschmack auf der sicheren Seite sein wollen, müssen Sie eine Kostprobe nehmen.

Verzehren Sie reife Früchte möglichst rasch. Zwetschen halten sich etwas länger. Empfehlenswert ist die Aufbewahrung im Kühlschrank, ohne dass der weiße Belag vorher entfernt worden ist.

Verzehrform, Verwendung, Weiterverarbeitung, praktische Zubereitungstipps

Pflaumen eignen sich neben dem Frischverzehr zu zahlreichen weiteren Verzehrsmöglichkeiten, sei es als Kompott, Mus, Marmelade, Süßspeisen oder Kuchenbelag. Außerdem werden verschiedene alkoholische Getränke aus Pflaumen gewonnen. Für letztere eignen sich am besten die festfleischigen Zwetschen. Trockenpflaumen können in Nachspeisen, als Kompott oder zu Fleischgerichten verzehrt werden. Beliebt sind auch in Marzipan eingebettete Trockenpflaumen/Backpflaumen oder Pflaumen im Speckmantel, die als Vorspeise gereicht werden.

Trockenpflaumen werden als natürliches Abführmittel empfohlen.

Festfleischige Pflaumensorten eignen sich, nachdem man den Kern entfernt hat, gut zum einfrieren. Man kann sie etwa ein Jahr im Tiefkühlfach lagern.

Würztipp

Zimt, Zitronenschale, Vanille, Nelken oder Anis schmecken gut zur Pflaume.

 

 


 

  Mit der Seite www.die-gruene-speisekammer.de bietet die Fritz Terfloth Stiftung Münster Verbrauchern unabhängige und fundierte Informationen zu pflanzlichen Lebensmitteln und deren Gesundheitswirkungen. Sämtliche Texte unterliegen dem deutschen Urheberrecht. Unter welchen Voraussetzungen sie die Texte verwenden dürfen, erfahren Sie hier.


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