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Rettich

 

Synonyme: Rettig, Radi

botanisch: Raphanus sativus

englisch: radish


Rettich

 

Wahrscheinlich stammt der Rettich aus Vorderasien. Er zählt mit zu den ältesten Kulturpflanzen. Schon im alten Ägypten wurde er verzehrt. Später auch bei den Chinesen, Griechen und Römern. Durch die Römer wurde Rettich auch in Europa bekannt. Heute isst man Rettich vor allem in Ostasien, China, Japan und Korea.

Verfügbarkeit


Rettich kann man das ganze Jahr über kaufen. Besonders stark sind die Angebote von Mai bis Oktober. Heimisch angebaute Produkte sind von Juli bis Oktober erhältlich.

Aussehen, Geschmack, Charakteristika


Rettiche besitzen eine walzenförmige, manchmal spitz zulaufende, längliche Form, können jedoch auch rundlich sein. Sie sind weiß, rosa, rot, violett, rotbraun oder schwarz gefärbt. Die Schale ist mehr oder weniger dick. Das Fruchtfleisch ist immer weiß. Rettich schmeckt angenehm scharf. Neben vielen verschiedenen europäischen Sorten, wie dem schwarzen Winterrettich (raphanus sativus var. niger) gibt es auch den Japanischen Rettich, auch bekannt unter der Bezeichnung Daikon-Rettich (raphanus sativus var. longipinnatus). Dieser ist größer und breiter als der europäische Rettich und wird mittlerweile auch bei uns überall angeboten. Er ist nicht so scharf und länger haltbar als europäischer Rettich.

Inhaltsstoffe


Rettich enthält Glucosinolate. Sie gehören zu den sekundären Pflanzenstoffen. Durch Zerkleinern, z.B. beim Kauen, entstehen aus ihnen Senföle, die für den scharfen Geschmack des Rettichs verantwortlich sind. Senföle besitzen vermutlich eine antibiotische Wirkung, daher wird Rettich auch als Hausmittel zur Behandlung von Erkältungskrankheiten empfohlen.

100 g enthalten

 
Rettich, frisch
Energie (kcal)
14
Wasser (g)
94
Eiweiß (g)
1
Fett (g)
< 1
Kohlenhydrate (g)
2
Ballaststoffe (g)
3
Vitamin C (mg)
27
Vitamin A (RÄ) (µg)
2
Folsäure (µg)
24
Kalium (mg)
322
Natrium (mg)
18
Calcium (mg)
33
Magnesium (mg)
15
Eisen (mg)
0,8


Schadstoffe


Der Nitratgehalt in Rettich kann mit 1000 bis 4000 mg pro Kilogramm sehr hoch sein. Dies gilt besonders für Pflanzen, die im Gewächshaus angebaut werden.

Qualitätskriterien, optimale Lagerungsbedingungen


Achten Sie beim Einkauf darauf, dass das Grün des Rettichs noch frisch aussieht und nicht gelb oder verwelkt ist. Weiterhin sollte der Rettich gerade gewachsen und nicht aufgeplatzt sein. Manchmal ist der Rettich holzig oder schwammig. Leider kann man dies äußerlich nicht erkennen. Wenn Sie sicher gehen wollen, dass der Rettich auch innen akzeptabel ist, lassen Sie vom Händler eine Schnittprobe durchführen. Den Rettich kann man kühl und feucht gelagert etwa 8 Tage aufbewahren.

Verzehrform, Verwendung, Weiterverarbeitung, praktische Zubereitungstipps


Normalerweise verzehrt man Rettich roh. Besonders in Süddeutschland ist er ein beliebtes "Biergartengemüse", das man neben Brezeln und Weißwurst verzehrt. Weiterhin kann man Rettich als Brotbelag oder als Salat essen. Nur der schwarze Rettich muss geschält werden. Bei den übrigen Sorten genügt es, sie unter fließendem Wasser abzubürsten und dann zu zerkleinern. Besonders hübsch sieht es aus, wenn man den Rettich in Spiralen schneidet. So eignet er sich gut als Garnitur.

Als Suppe, Auflauf oder Gemüsebeilage wird Rettich nur selten verzehrt. Wenn Sie Rettich nicht so scharf mögen, können Sie ihn vor dem Verzehr salzen und etwas ziehen lassen. Das entzieht ihm Saft und macht ihn zarter und milder. Bedenken Sie aber, dass dadurch auch die positive Wirkung der Schärfestoffe vermindert wird.

Sonstiges


# Sogar an der Entstehung eines Weltwunders war der Rettich beteiligt. Als damals um 2700 v. Chr. im alten Ägypten die Pyramiden gebaut wurden, stärkten sich die Fronarbeiter mit einer Mischung aus Zwiebeln, Knoblauch und Rettich.

# In Schifferstadt in der Pfalz hat man dem Rettich sogar einen Festtag geweiht. Im Mai wird dort das traditionelle Rettichfest gefeiert.

 

 

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  Dieser Artikel wurde verfasst von

         

 


 

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