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Hirse

 

Synonyme: Sorghum, Millet, Brein

botanisch: Panicum millaceum

englisch: sorghum, millet


Hirse

 

Hirse ist ein Sammelbegriff für eine Reihe von verschiedenen Gräsern, die als Früchte kleine Körner bilden. Um die einzelnen Arten besser unterscheiden zu können werden sie eingeteilt in Rispen-, Kolben- und Mohrenhirse (Sorghum).

Ihren Ursprung hat die Hirse wahrscheinlich in China und Afrika, wo sie ungefähr gleichzeitig, vor 5.000 bis 6.000 Jahren, kultiviert wurde. Dort gilt sie auch noch heute als wichtiges Grundnahrungsmittel.

Auch in Europa wurde früher Hirse angebaut, wurde jedoch von Kartoffeln und anderen Getreidesorten verdrängt.

Heute begrenzen sich die wichtigsten Anbaugebiete auf die USA, Indien, China, Mexiko, Nigeria und Argentinien. Die USA und Argentinien sind die wichtigsten Exportländer. In Europe ist Hirse meist nur noch in Polen und der ehemaligen Sowjetunion anzutreffen.

Verfügbarkeit


Die bekannteste und am weitesten verbreitete Hirseart ist die Mohrenhirse, oftmals besser bekannt unter dem Namen Sorghum. Nach der Ernte wird die Hirse getrocknet und geschält und ist wie die anderen Getreideprodukte auch das ganze Jahr über im Handel erhältlich.

Aussehen, Geschmack, Charakteristika


Die rundlichen Hirsekörner sind weißgrau, gelb oder rötlich-braun. Sie sind etwas größer als Amaranthkörner und im Geschmack leicht süßlich.

Gegenüber Dürre ist die Pflanze resistent und bezüglich der Bodenbeschaffenheiten eher anspruchslos. Zudem zeichnet sie sich durch ihr schnelles Wachstum aus.

* Sorghum
Die bekannteste und am weitesten verbreitete Hirseart ist die Mohrenhirse, oftmals besser bekannt unter dem Namen Sorghum. Unter Sorghum wird eine Gruppe von großkörnigen Hirsepflanzen zusammengefasst. Angebaut werden sie hauptsächlich in den Trockengebieten der Tropen und Subtropen. Dort wird sie zwar auch als Nahrungs- und Futterpflanze genutzt, findet jedoch auch für andere Zwecke Verwendung, z.B. als Rohstoff für Stärke, Alkohol und Öl, zur Wachsherstellung, beim Hausbau und als Brennmaterial.

Andere Hirsearten sind

* Rispenhirse

Wird auch echte Hirse genannt. Sie muss zum Verzehr allerdings geschält werden und wird dann hauptsächlich für Breis genutzt. Sie eignet sich nicht zum Backen.

* Perlhirse
Das auch Federborstengras oder Rohrkolbenhirse genannte Getreide ist heute wichtiges Nahrungsmittel in trockenen und halbtrockenen Teilen Afrikas und Indiens. Hier wird die Perlhirse geschält, gemahlen und zu Brei, Brot oder Bier verarbeitet.

* Borstenhirse
Besitzt Klebereiweiß und ist damit auch zum Backen geeignet. Aufgrund ihrer besonderen Stärkezusammensetzung eignet sie sich auch für die Herstellung technischer Produkte.

* Teff
Ist in Äthiopien das wichtigste Getreide. Vom Erscheinungsbild her ist diese Hirseart feiner als andere und besitzt weiße und rote Samen, die nur 1 bis 2 mm lang und damit die kleinsten aller Getreidekörner sind. Teff ist backfähig und glutenfrei, im Naturkostfachhandel allerdings nur als Mehl, nicht als ganzes Korn erhältlich.

* Braunhirse
Braunhirse
Ist die Urform der Rispenhirse. Ihre Samen, wie auch ihr Mehl sind braun. Braunhirse stammt ursprünglich auch Indien. Heute bauen einige Bauern in Österreich Braunhirse an und verkaufen sie ab Hof. Im Gegensatz zu den anderen Hirsen muss diese nicht geschält werden, weil man ihre Schalen mitessen kann. Braunhirse ist backfähig und glutenfrei.

Inhaltsstoffe


Hirse erfreut sich einer immer größeren Beliebtheit, denn sie enthält viele wichtige Nährstoffe. Wie alle Getreidesorten ist sie reich an Kohlenhydraten. Zudem ist sie ein guter Lieferant für Magnesium, Kupfer, Mangan, Silizium, Phosphor, Vitamin B1 und B6 und ist außerdem Spitzenreiter im Eisengehalt, verglichen mit anderen Getreidesorten.

Hirse gehört zu den glutenfreien Getreidesorten und eignet sich in der Ernährung von Zöliakiekranken.

100 g enthalten:

 
Hirse, geschältes Korn
Hirse, geschältes Korn
Energie (kcal)
349
349
Wasser (g)
12,1
11,4
Eiweiß (g)
10,2
10,7
Fett (g)
3,9
3,2
Kohlenhydrate (g)
69
69,7
Ballaststoffe (g)
3,8
3,7
Vitamin B1 (mg)
0,4
0,3
Vitamin B2 (mg)
0,1
0,15
Vitamin B6 (mg)
0,5
--
Calcium (mg)
9,5
8,7
Magnesium (mg)
123
687
Mangan (mg)
1,1
4,3
Eisen (mg)
6,9
5,7
Phosphor (mg)
275
330
Kupfer (mg)
0,6
0,7


Schadstoffe


Wie Amaranth auch, enthält Hirse Gerbstoffe, die die Aufnahme von Mineralstoffen, Vitaminen und Verdauungsenzymen hemmen. Zudem können aufgrund der Gerbstoffe Eiweiße aus der Nahrung schwerer vom Körper aufgenommen werden.

Verzehrform, Verwendung, Weiterverarbeitung, praktische Zubereitungstipps


Hirse wird ebenso wie Mais zur Bierherstellung (glutenfreies Bier) eingesetzt und dient der Gewinnung von Stärke und Traubenzucker.

Im Handel ist sie zumeist als ganzes, ungeschältes Korn erhältlich. Als Mehl oder zu Flocken verarbeitet ist sie seltener zu finden. Wegen ihres leicht süßlichen Geschmacks eignet sie sich zur Herstellung von süßen Speisen und ist als Brei oder Auflauf sehr beliebt. Hirse kann aber durchaus auch bei der Zubereitung herzhafter Speisen zum Einsatz kommen, so zum Beispiel als Bratling, in Salat, als Einlage in Suppen oder in herzhaften Aufläufen.

 

 

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