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Papaya

 

Synonyme: Baummelone, Kressenfeige, Pawpaw, Mamao, Engelfrucht, Papaw, Mammao, Papaifrucht

botanisch: Carica papaya

englisch: papaya


Papaya

 

Papayas werden auch als „Melone der Tropen“ bezeichnet. Ihren Ursprung haben sie in den tropischen Gebieten Mittelamerikas und Südmexikos. Weit verbreitet ist ihr Anbau heute in Südamerika, Asien, Süd- und Ostafrika, Nord- und Zentralamerika sowie Ozeanien.

Die nach Deutschland importierte Ware kommt größtenteils aus Brasilien, Ghana, Hawaii, Südafrika und Thailand. Mit Abstand der größte Produzent weltweit ist Brasilien. Konserven erreichen uns aus Taiwan, Indien, Malaysia, Thailand sowie Australien.

Verfügbarkeit


„Solo“ und „Sunrise“ sind zwei der bekanntesten Papayasorten und werden besonders häufig exportiert, weil sie anders als andere Sorten recht klein bleiben und für den Verkauf hierzulande besser geeignet sind als die großen Früchte. Waren Papayas noch vor einigen Jahren eher selten erhältlich, gehören sie wegen der steigenden Nachfrage bei uns heute zu den Ganzjahresprodukten und sind nicht mehr nur im Fachhandel zu finden.
Die „Bergpapaya“ ist eine weitere Sorte, die aber nur in begrenztem Umfang angebaut wird. Die Früchte sind mit Faustgröße recht klein. Sie sind eiförmig und grüngelb gestreift.

Aussehen, Geschmack, Charakteristika


Papayas wachsen ähnlich wie Kokosnüsse an einer bis zu 10 m hoch werdenden Staude. Sie sind rundlich und lang gezogen, leicht eiförmig und laufen am oberen Ende zu einer Narbe zusammen. Die Größe variiert stark und ist von der jeweiligen Sorte abhängig. Einige Sorten bilden bis zu 9 kg schwere Früchte aus. Die Früchte, die bei uns in den Handel kommen, wiegen meist nicht mehr als 600 g.

Die Schale der Papayas ist im unreifen Zustand dunkelgrün, während der Reife verfärbt sie sich gelb, gelbgrün oder gelborange. In der Regel ist die Frucht reif, wenn die Schale gelblich ist und sich mit dem Finger leicht eindrücken lässt.

Die Farbe des Fleisches variiert, es kann gelblich oder rötlich sein. Der Geschmack erinnert an Melone und ist sehr süß. Weil das Fleisch fruchtsäurearm ist, ist es leicht fade und wird bei der Zubereitung meist nachgewürzt.

Inhaltsstoffe


100 g enthalten:


Papaya, frisch
Energie (kcal)
13
Wasser (g)
95
Eiweiß (g)
< 1
Fett (g)
< 1
Kohlenhydrate (g)
2,4
Ballaststoffe (g)
1,9
Vitamin A (RÄ) (µg)
160
Vitamin C (mg)
82
Folsäure (µg)
2
Kalium (mg)
211
Natrium (mg)
3
Calcium (mg)
21
Magnesium (mg)
41
Eisen (mg)
0,4


Qualitätskriterien, optimale Lagerungsbedingungen


Weil die Früchte noch nachreifen, werden sie nicht vollreif geerntet, sondern noch im grünlichen Zustand. Zu früh geerntete Papayas reifen jedoch nicht nach. Vom Erzeuger- bis zum Verkaufsland sind die Früchte wegen ihrer Stoßempfindlichkeit äußerst vorsichtig zu transportieren. Aus diesem Grund sind sie hier im Handel häufig in Papier oder Schaumstoffnetze eingewickelt erhältlich.

Meist sind die Früchte bereits reif, wenn der Kunde sie kauft. Die Lagerung ist folglich begrenzt, länger als zwei Wochen im Kühlschrank sollten sie nicht aufbewahrt werden. Im reifen Zustand bilden Papayas Ethylen.

Vermutliche gesundheitliche Wirkung


Unreife Früchte und der Baum selbst, enthalten einen dicklichen Milchsaft, der zwei verschiedene Enzyme enthält, die pepsinartig, d. h. eiweißspaltend, wirken. Es handelt sich dabei um Chymopapain und Papain. Papain hat eine leicht abführende und verdauungsfördernde Wirkung. Im Handel ist ein getrockneter Extrakt des Milchsaftes unter der Bezeichnung Papaytin erhältlich.

In tropischen Regionen werden die Kerne als Mittel gegen Darmparasiten eingesetzt.


Verzehrform, Verwendung, Weiterverarbeitung, praktische Zubereitungstipps


Beliebt ist der Verzehr roher Papayas. Zur Geschmacksverbesserung des recht milden Aromas kann die Frucht mit Zitronensaft beträufelt und wie eine Grapefruit halbiert und direkt aus der Schale gelöffelt werden. Doch sie kann auch genauso gut in Stücke geschnitten werden und als Nachtisch oder als Snack für zwischendurch dienen. Als Beigabe zu tropischen Obstsalaten und herzhaften Geflügelsalaten können Papayas köstlich schmecken.

Ähnlich wie Melone kann die Frucht auch mit Schinken umwickelt oder mit einem Krabbencocktail gefüllt werden. Oder man verfeinert eine Creme aus Papayas mit Saft, Weinbrand und Portwein. Zudem eignet die Papaya sich nicht nur zum Rohverzehr, sondern kann ebenso gut gekocht werden. Rohe Früchte werden wie Gemüse zubereitet.

Industriell werden Papayas für die Gewinnung von Saft genutzt. Zudem werden sie als Konserve haltbargemacht oder getrocknet und mit Zucker kandiert.

Der Milchsaft hat nicht nur eine verdauungsförderliche Wirkung, sondern wird auch in der Textilindustrie eingesetzt und dient als Weichmacher von Fleisch. Bereits die Zugabe sehr geringer Mengen Papain in das Wasser, in dem Fleisch gekocht wird, reichen aus, um das Fleisch besonders zart werden zu lassen. Es kann in etwas größeren Mengen sogar den Zerfall des Fleisches bewirken.

 

 

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